Zerstört Amazon James Bond?
2022 hat Amazon das Filmstudio MGM für 8,45 Milliarden Dollar übernommen, das auch für den Vertrieb der James-Bond-Filme verantwortlich ist. Für die kreative Kontrolle der Reihe ist Barbara Broccoli zuständig. Seit 1961 liegen die Rechte bei der Broccoli-Familie. Offenbar gibt es derzeit große Differenzen über die künftige Ausrichtung von 007. Während Broccoli das Erbe nicht entwerten will, möchte Amazon erfahrungsgemäß so viel wie möglich aus einem Franchise herausholen. Tolkien-Fans blicken etwa eher mit Unbehagen auf die Milliardenserie „Die Ringe der Macht“.
Broccoli soll die Kolleg:innen bei Amazon gar schon „verdammte Idioten“ genannt haben. Es sei aktuell vertraglich geregelt, dass der nächste Film auf jeden Fall erst im Kino und nicht bei Prime Video laufen werde. Da aber bislang kaum Infos nach außen dringen, befürchten einige Experten, dass Bond derzeit auf Eis liege, so die Tagesschau. Zudem ist es für Insider nicht ausgeschlossen, dass künftig auch Serien, Spin-Offs oder Fan-Artikel zur Normalität werden, ähnlich wie es Disney mit dem Marvel-Franchise macht. 2034 verfällt der Urheberschutz für die Bücher von Ian Fleming. Spätestens dann könnte es für Puristen ungemütlich werden. Denn dann ist die Marke Allgemeingut.
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