Die Tage von kurzfristigen Preisspielereien vor großen Shopping-Events scheinen gezählt. Amazon weitet seine Preishistorie aus und präsentiert potenziellen Käuferinnen und Käufern die Preisentwicklung eines kompletten Jahres.
KI-gestützte Preistransparenz
Bislang konnten Nutzer über den in die Plattform integrierten KI-Assistenten Alexa for Shopping (ehemals Rufus) lediglich die Preisverläufe der vergangenen 30 oder 90 Tage einsehen. Wie das Branchenportal My Amazon Guy berichtet, erweitert der E-Commerce-Riese dieses Fenster nun auf stattliche 365 Tage. Amazon rollt das Update derzeit in den USA, Großbritannien und Indien aus. Über einen direkten Link neben dem Kaufpreis oder auf Nachfrage an den digitalen Assistenten erfahren Interessierte, wann ein Artikel im letzten Jahr am günstigsten war und wie der Preis sich verändert hat.
Die gängige Praxis, Preise wenige Wochen vor Events wie dem Prime Day künstlich anzuheben, um am Stichtag mit massiven Rabatten zu glänzen, wird damit gegenüber findigen Verbrauchern erschwert. Laut offiziellen Angaben nutzen seit der Einführung der Preis-Funktion im Jahr 2024 bereits über 50 Millionen Menschen das Tool. Durchschnittlich dreimal im Monat werfen sie einen Blick auf die Preiskurve, bevor sie einen Artikel in den Warenkorb legen. Seller müssen ihre Preisgestaltung deshalb anpassen. Wer zu oft oder vorhersehbar die Preise senkt, trainiert die Kundschaft darauf, auf den nächsten Preissturz zu warten, statt schnell zu kaufen.
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Yvonne Bachmann
Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.
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