Zwischen Buchverlagen und Amazon hat es in der Vergangenheit immer wieder gekracht. Dem US-Konzern wurde unter anderem Machtmissbrauch vorgeworfen. Amazon selbst hielt stets dagegen. Nun gibt sich der Konzern zahm und will auf die E-Book-Verlage zugehen – ein Schritt, der durch Druck von außen vollzogen wird.
Bereits seit zwei Jahren hat die EU-Kommission die Vertriebsvereinbarungen von Amazon mit E-Book-Anbietern im Visier. Die Brüsseler Wettbewerbsbehörden äußerten im Sommer 2015 kartellrechtliche Bedenken gegen die Praxis den Online-Riesen. Es sei zu befürchten, dass Amazon in seinen Verträgen bestimmte Klauseln forciert, die nicht nur den freien Wettbewerb behindern könnten, sondern auch die „Preise in die Höhe treiben könnten“, so auf Heise zu lesen.
Diese Auseinandersetzung scheint nun vorerst ein Ende gefunden zu haben. Denn auf Druck der EU-Kommission habe Amazon nun angekündigt, die Verlagen nicht länger durch die kritisch beäugten Vereinbarungen zu binden und die Auflagen für die Verleger entsprechend herunterzuschrauben.
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