Stromversorgung: Probleme für Firmen nicht ungewöhnlich
Für Amazon könnte sich die Investition am neuen Kraftwerk-Standort nicht nur als günstig, sondern gar als Wettbewerbsvorteil erweisen. Denn stromfressende Rechenzentren überhaupt ans Netz zu bekommen, ist für Firmen in den USA herausfordernd.
„Unternehmen, die Rechenzentren für den Betrieb von KI einrichten wollen, sehen sich mit Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen für den Anschluss an das Stromnetz und mit langen Wartezeiten für die Installation von Übertragungsleitungen konfrontiert, um die Versorgungsunternehmen mit ihren Anlagen zu verbinden“, wird das Wall Street Journal weiter zitiert.
Als Beispiel, wie schwierig das Thema Stromversorgung ist, kann Washington, D.C. herhalten. In der Metropolregion gab es in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten mit der Stromversorgung, da zum privaten und geschäftlichen Datenverkehr auch jene Datenströme der Ministerien und Regierungsbehörden hinzukommen. Aufgrund der hohen Auslastung sei ein Anschluss neuer Rechenzentren eher ungünstig, wie n-tv berichtet. Außerdem ist mit einer Besserung wohl nicht zu rechnen, da der Strombedarf der Region in den nächsten 15 Jahren nochmal zulegen und sich gar verdoppeln soll.
Da Ausfälle oder Einschränkungen in der Stromversorgung von Rechenzentren für Unternehmen akute Schäden und wirtschaftliche Einbußen mit sich bringen können, muss die Wahl des Standorts gut überlegt sein. Dieser Hintergrund macht Amazons Wahl umso verständlicher.
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Das wire auch in Deutschland nicht besser sein oder werden. Sich neben einen AKW anzusiedeln ist schlau, wäre aber ebenfalls in Deutschland ein Unding. Nicht nur weil wir keine AKWs mehr haben, sondern weil ein Aufschrei durchs Land ging mit Boykott.
So verschieden sind die Nationen. Die einen wollen wachsen, den anderen sind andere Dinge wichtig.
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