Der KI-Assistent ist dabei auch für Späße zu haben und schreibt auf Wunsch ein Haiku zum Produkt.
Der E-Commerce-Riese Amazon überschlägt sich derzeit mit neuen KI-basierten Funktionen. Die neueste bietet Kund:innen Antworten auf eine Vielzahl an Fragen rund um ein bestimmtes Produkt. Diese Antworten zieht sich die auf einem Large Language Model (LLM) basierende KI aus den im Listing vorliegenden Informationen inklusive Rezensionen. Interessiert man sich beispielsweise für ein Laufshirt, kann man somit einfach nachfragen, ob dieses eher für den Winter oder Sommer geeignet ist – die Antwort gibt Aufschluss über die Materialdichte und bezieht sich auf Aussagen vorheriger Bewertungen.
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Die Begeisterung in Unternehmenseta gen über die Möglichkeiten generativer KI sind verständlich, aber vielfach überzogen - zumindest was den aktuellen Stand der Technim angeht.
Zwar ist eine KI prinzipiell zu weitergehenden Interpretatione n fähig - diese ist aber nicht zu verwechseln mit dem "Verständnis" eines Problems bzw. einer Fragestellung, wie wir es als Menschen kennen.
Soll heißen: Auf die Frage, ob sich das Shirt zum Lauftraining eignet, prüft die KI die vorhandenen Informationen. Steht im Text "Lauftraining", ist die Antwort klar. Weiterhin könnte sie aus der angegebenen Materialzusamme nsetzung die Eignung folgern - aber bereits da wird sie an ihre Grenzen kommen. Denn z.B. ein leichtes Merino-Shirt KANN sich zum Joggen eignen, ein dicker Merino-Pullover eher weniger. Ein Shirt aus Polyester kann dagegen alles mögliche sein.
Wer jemals als Kunde mit einem dieser unsäglichen aber leider angesagten KI-Chatbots über ein Problem diskutiert hat, wird dies bestätigen können. Selten bekommt man tatsächlich Antworten, die man vorher noch nicht wusste. In 99% aller Fälle wird man mit Floskeln abgespeist - nach dem Motto: Ruf uns bloß nicht an!
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