Proteste in den USA
In den USA hatte Amazon bereits Änderungen der Rückgaberichtlinien angekündigt. Zuvor hatte die Buchhandelsbranche Druck ausgeübt. In einer Petition wurde vor allem die Tatsache moniert, dass Bücher gelesen zurückgegeben werden konnten: „Ein Buch zurückzugeben, nachdem man zehn bis zwanzig Prozent gelesen hat, ist eine Sache. Aber wenn das Buch vollständig gelesen wurde, darf es nicht zurückgegeben werden. Ende der Diskussion“, hieß es in dem Protestaufruf. Die Regelung sollte nun eigentlich zum Jahresende 2022 – allerdings scheint sich der Start noch zu verzögern.
Grundsätzlich sollen Richtlinien und Mechanismen einen Missbrauch der Rückgabe von E-Books verhindern, dennoch ziehe man jetzt mit den strengeren US-Regelungen jetzt auch in Deutschland nach. Hierzulande seien die Rückgabequoten für E-Books allerdings „konstant niedrig“, so Amazon.
In der EU gibt es durch die Einführung der Omnibus-Richtlinie gesetzliche Neuerungen für die Rückgabe digitaler Produkte. Demnach erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Verbraucher zustimmt, dass der Unternehmer mit der Vertragserfüllung schon vor dem Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, das E-Book also direkt zur Verfügung gestellt wird. Außerdem muss der Verbraucher seine Kenntnis darüber bestätigen und eine Bestätigung darüber zur Verfügung gestellt bekommen.
Kommentar schreiben