Aktueller Gaming-Chef als vermeintlicher Hemmschuh
Nach Angaben von Caschys Blog hat Jassy zwar jüngst eingestanden, dass der erfolgreiche Schritt aufs Gaming-Parkett eine Herausforderung sei, man aber dennoch am Thema dranbleiben wolle. Jassy habe zum Ziel, die Amazon Game Studios zum Erfolgen zu führen – selbst wenn das Unternehmen dem Manager zufolge rückblickend nicht „konsistent erfolgreich gewesen“ sei. (Kenner der aktuellen Lage dürften sich an dieser massiv beschönigenden Formulierung zurecht stoßen! So wie auch Caschys Blog es tut.) Mit dem richtigen Fokus jedenfalls, seien Erfolge laut Jassy durchaus möglich.
Diese Einschätzung von Jassy kommt in einer Zeit, in der die Gaming Studios von Amazon mit deutlich kritischer Berichterstattung überschüttet wird: „Die Führung sei ziellos, die Arbeitsatmosphäre schlecht und es fehle dem Management an Erfahrung mit der Spieleentwicklung“, fasst Cashys Blog den aktuellen Konsens der Kritik zusammen. Gaming-Chef Mike Frazzini gilt als Neuling im Bereich und wird beispielsweise von Bloomberg als Führungsperson beschrieben, die Ratschläge erfahrener Mitarbeiter ausschlägt und Projekte als „Milliarden-Dollar-Franchise“ anvisiere, sie dann allerdings unterbesetzte.
Selbst Milliarden-Investitionen hätten bisher nicht geholfen, Projekte zum Erfolg zu führen. Dass Amazon es dennoch versucht und an dieser Stelle Hartnäckigkeit beweist, unterscheidet den Konzern zumindest von den aktuellen Entwicklungen beim Online-Giganten Google: Dieser hatte erst kürzlich die Pforten seines Entwicklerstudios geschlossen, das eigentlich zum Ziel hatte, exklusive Spiele für die hauseigene Spieleecke Stadia zu produzieren.
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