Amazon erweitert Prime Now mit Tegut auf Frankfurt und Darmstadt

Veröffentlicht: 13.08.2020
imgAktualisierung: 13.08.2020
Geschrieben von: Markus Gärtner
Lesezeit: ca. 3 Min.
13.08.2020
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Amazon Prime Now
syc011 / shutterstock.com
Amazon weitet seinen Lieferdienst Prime Now auf Frankfurt und Darmstadt aus, die Bestellungen kommen aus den lokalen Tegut-Filialen. Was bedeutet der Vorstoß für den Online-Handel mit Lebensmitteln?


Amazon erweitert das Liefergebiet von Prime Now auf Darmstadt und Teile Frankfurts und holt dafür die Handelskette Tegut an Bord.

Mit Prime Now können sich Amazon-Nutzer Tausende Produkte wie frische und tiefgekühlte Lebensmittel, Artikel des täglichen Bedarfs, Elektronik und Bekleidung und mehr innerhalb einer Stunde oder in einem wählbaren Zwei-Stunden-Lieferfenster direkt nach Hause liefern lassen. Bisher hat Amazon den Zusatzdienst in Deutschland nur in in Berlin und München angeboten. Jetzt kommt Prime Now auch nach Hessen, wie das Unternehmen ankündigt. Amazon nutzt dafür die Tegut-Filialen vor Ort.

Prime Now jetzt auch in Frankfurt und Darmstadt: Auswahl aus 6.000 Produkten

Prime-Nutzer im Großraum Darmstadt (inkl. Hessen-Ried, Bensheim und Heppenheim) und im Süden Frankfurts können aus über 6.000 Produkten wählen: frische, gekühlte und tiefgekühlte Waren, Bio-Produkte, regionale und nachhaltige Lebensmittel sowie Getränke, Drogerieartikel und Tiernahrung. Kuriere bringen die Bestellungen dann aus einer lokalen Tegut-Filiale innerhalb eines flexiblen 2-Stunden-Lieferfensters zum Kunden. Bis Ende des Jahres will Amazon das Sortiment für Prime Now in Hessen auf über 10.000 Produkte erweitern. 

Amazon Prime Now im Test: „reibungslos“ und „zackig kommissioniert“

Peer Schader vom Supermarktblog hat das neue Angebot bereits getestet. Sein erster Eindruck: „funktioniert reibungslos“. Schaders Prime-Now-Bestellung wurde „zackig kommissioniert“. „Kühlware kommt aus einer Tasche mit Kühlakkus, Tiefkühlware ist separat verpackt und trotz tropischer Außentemperaturen eiskalt. Obst und Gemüse wie im Supermarkt verpackt. Kurz: alles wie man sich das vorstellt“, so sein Urteil.

Der Vorstoß nach Hessen zeigt einmal mehr Amazons Offensive im schwierigen Segment Lebensmittel-Lieferung. Die jetzige Ausweitung des Prime-Now-Gebietes ließ lange auf sich warten, 2018 hatte Amazons Partner Rossmann das Projekt Prime Now für sich beendet – der erwartete Erfolg blieb wohl aus. Möglicherweise könnte jetzt aber auch die Coronakrise dem Thema auf die Sprünge helfen, weil viele Menschen dem stationären Handel auch beim Kauf von Lebensmitteln fernblieben.

Die generellen Bedingungen zu Prime Now: Der Service liefert von Montag bis Samstag zwischen 10 und 22 Uhr. Ab einem Bestellwert von 50 Euro ist die Lieferung kostenlos. Bei kleineren Bestellungen ab 20 Euro fällt eine Liefergebühr von 3,99 Euro bzw. bis Jahresende 2020 von 3,89 Euro an.

 

Veröffentlicht: 13.08.2020
img Letzte Aktualisierung: 13.08.2020
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Markus Gärtner

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