Was Amazon auf Prime mit der Bundesliga plant und was ein Einstieg für die Fans bedeuten würde, erläutert im Interview Fußball-Rechte-Experte Kay Dammholz, der selbst unter anderem bei der DFL und DAZN tätig war.
Fußball-Rechte-Experte Kay Dammholz erklärt im Interview, was Amazon anders macht als Sky und DAZN, wie das geheime Bieten um die begehrten Rechte abläuft, warum der Tech-Riese der Bundesliga gut tun würde und warum er am Ende doch nicht zugeschlagen hat bei der Rechtevergabe.
Amazon Watchblog: Amazon greift jetzt auch in das Spiel um die Übertragung der Bundesliga-Rechte ein – warum hat Jeff Bezos plötzlich sein Herz für den Fußball entdeckt?
Kay Dammholz: Amazon sucht nach immer neuen Wegen, die Prime-Mitgliedschaft für Kunden attraktiv zu machen. Dazu zählt seit einiger Zeit auch Sport. So ist Amazon mit weltweiten NFL(National Football League)-Übertragungen aktiv sowie in England mit Tennis und der Premier League. In Deutschland hat Amazon seit drei Jahren Bundesliga-Radiorechte im Angebot und ab Herbst 2021 wird das Dienstags-Topspiel der UEFA Champions League bei Amazon zu sehen sein. Sport emotionalisiert und begeistert und insbesondere Fußball kann somit helfen, die Prime-Mitgliederzahl – und damit schlussendlich auch den Umsatz – weiter zu steigern.
Beim ersten Live-Spiel gab es noch einige Probleme – sind die Voraussetzungen einer Übertragung selbst für so einen Tech-Giganten wie Amazon eine neue Herausforderung?
Die ersten Übertragungen der Bundesliga nach dem Re-Start waren mit merkwürdig heißer Nadel gestrickt und naturgemäß kam es dort auch zu entsprechenden technischen Problemen. Mittlerweile hat sich das eingespielt und Amazon meistert die Bundesliga-Übertragungen problemlos.
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