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Sterbende Corona-Patientin wollte mit Alexa Hilfe holen

Veröffentlicht: 14.04.2020
imgAktualisierung: 14.04.2020
Geschrieben von: Markus Gärtner
Lesezeit: ca. 2 Min.
14.04.2020
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ca. 2 Min.
Alexa
Ivan_Marc / shutterstock.com
Eine Coronavirus-Patientin will im Notfall mit Alexa Hilfe holen – doch Amazons Assistentin ist dafür gar nicht ausgestattet.


Eine ältere Coronavirus-Patientin in den USA bittet Alexa im Notfall um Hilfe – doch Amazons Assistentin ist dafür nicht gerüstet.

Die 66-jährige Lou Ann Dagen lebte nach zwei Schlaganfällen in einem Pflegeheim in der Nähe von Michigan (USA). Dort wurde Amazons Assistentin Alexa zu einer treuen Begleiterin: Mit einem Amazon Echo Show konnte die Frau über Videoanrufe Kontakt zu ihrer Schwester halten, sie unterhielten sich oft stundenlang. Als es Lou Ann Dagen plötzlich schlechter ging, richtete sie sich verzweifelt direkt an Alexa, berichtet die New York Times.

Corona-Patientin will Hilfe von Alexa

Die US-Amerikanerin litt an Diabetes und hohem Blutdruck und war außerdem am Coronavirus erkrankt. Die Video-Chats mit ihrer Schwester Penny waren ihr wichtigster Halt. „Ich glaube, sie wollte einfach nur wissen, dass ich da war“, erzählte die 74-jährige Schwester. Als sich Lou Anns Gesundheitszustand jedoch plötzlich verschlechtert hatte, versuchte die 66-Jährige mit Alexa Hilfe zu holen. „Wie bekomme ich Hilfe?“ und „Wie komme ich zur Polizei“ soll die erkrankte Frau Alexa immer wieder gefragt haben – wohl aus Verzweiflung. „Ich war überrascht, wie sehr sie dort um Hilfe geschrien hat“, sagte Penny Dagen. „Es tat ihr so weh.“ Die Sprachassistentin kann selbst keine Notrufe auslösen. Die beiden Schwestern sollen sich darüber aber im Klaren gewesen sein. 

Das können Alexa-Nutzer im Notfall tun

Das Pflegeheim reagierte sofort: Lou Ann Dagen kam in ein Krankenhaus, wo sie kurz darauf verstarb. Die Schwester hatte daraufhin die Sprachaufzeichnungen erhalten. „So will ich sie eigentlich nicht in Erinnerung behalten“ sagte Penny Dagen. Ein Sprecher von Amazon sprach der Hinterbliebenen das Mitgefühl des Unternehmens aus. Gleichzeitig verweist er darauf, dass Alexa zwar keinen Notruf starten kann, mit dem Skill „Ask My Buddy“ können Alexa-Nutzer jedoch im Notfall eine Person aus ihrem Umfeld alarmieren.

Generell wird Alexa aber im Gesundheitssektor immer häufiger in verschiedenen Funktionen eingesetzt: Mit der Assistentin können Nutzer unter anderem schon Medikamente ordern und sich in leichten Fällen beraten lassen.

 

 

 

Veröffentlicht: 14.04.2020
img Letzte Aktualisierung: 14.04.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Markus Gärtner

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Sam
04.01.2022

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Als Assistenzgerät und Kommunikationsh ilfmittel welches mit dem Internet und Mobiltelefon gekoppelt ist sollte eine Notrufmöglichke it seibstverständl ich sein. Technisch steht der Umsetzung nichts im Wege. Schneinbar benötigt es eine gesetzliche Verpflichtung wenn Großkonzerne wie Amazon sich nicht selbst solchen Grundlegenden Funktionen annehmen.