Vorwurf der Preismanipulation: Geht es Amazon jetzt an den Kragen?

Veröffentlicht: 04.09.2025
imgAktualisierung: 04.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
04.09.2025
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Amazon-Schriftzug an Logistiklager
alexeynovikov / Depositphotos.com
Amazon wird vorgeworfen, Preise durch Gebühren und Klauseln künstlich zu erhöhen. Eine Sammelklage könnte für den Konzern nun teuer werden.


Ein US-Bundesgericht hat den Weg für eine Sammelklage gegen Amazon freigemacht. Diese wurde im Namen von 288 Millionen Kunden eingereicht, die dem E-Commerce-Giganten vorwerfen, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. Der zentrale Vorwurf: Amazon soll durch hohe Gebühren und restriktive Preisklauseln die Preise künstlich in die Höhe treiben. Die Klage zielt darauf ab, Entschädigungen für alle US-Kunden zu erstreiten, die seit dem 25. Mai 2017 mindestens fünf Produkte über den Amazon-Marketplace gekauft haben. 

Klauselzwang für Händler?

Im Fokus der Klage stehen Amazons Geschäftspraktiken, die laut Klägern die Wettbewerbsfreiheit auf dem Markt erheblich eingeschränkt haben sollen. Konkret wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine dominante Stellung auf dem Amazon-Marketplace ausgenutzt zu haben, um Händler zu bestimmten Vertragsklauseln zu zwingen.

Unter anderem steht die sogenannte „Select Competitor – Featured Offer Disqualification“ (SC-FOD) in der Kritik, die es Händlern erschwere, auf konkurrierenden Plattformen ihre Produkte zu niedrigeren Preisen anzubieten. Obwohl Amazon im Jahr 2019 eine umstrittene Bestpreisklausel abgeschafft hat, bestehen laut den Klägern weiterhin ähnliche Regelungen, wie etwa die „Marketplace Fair Pricing Policy“ (MFPP). Diese Richtlinien könnten den Wettbewerb verzerren und den Kunden höhere Preise aufzwingen. Ähnliche Vorwürfe gibt es auch in Deutschland immer wieder gegen Amazon.

Finanzielle und rechtliche Risiken für Amazon

Das Verfahren birgt erhebliche Risiken für Amazon, nicht nur hinsichtlich seines Rufs, sondern auch finanziell. Sollten sich die Vorwürfe beweisen lassen, könnten Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe auf den Konzern zukommen. Solche Zahlungen würden nicht nur die direkten Kläger betreffen, sondern potenziell Millionen von Kunden, die sich durch Amazons Geschäftspraktiken benachteiligt fühlen. Allerdings könnte sich die Größe der Klägergruppe im Laufe des Verfahrens noch reduzieren, da einige Kunden möglicherweise nicht alle notwendigen Kriterien erfüllen, so Heise.

Veröffentlicht: 04.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 04.09.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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KI
10.09.2025

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Meinung: habe gehört das der verurteilte Straftäter Trump seinen Freund und Unterstützer Jeff Bezos nicht im Regen stehenlassen wird und das Urteil zu Gunsten von Jeff Bezos abändert wenn es so weit ist.
KI
04.09.2025

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Meinung: die Klage muß zum Erfolg führen und der abartigen Gier endlich ein Ende setzen. Bitte auch in der gesamten EU!