Amazon: Preisgestaltung und Buybox-Kampf
Anders als es beispielsweise auf dem Marktplatz Ebay der Fall ist, stellt Amazon nicht nur den Online-Marktplatz für Dritthändler zur Verfügung, sondern nimmt am Wettbewerb selbst als Händler und Herstellter teil. Diese Praxis wurde in der Vergangenheit schon häufig kritisiert, da dem Konzern vorgeworfen wurde, seine eigenen Angebote zu bevorzugen oder durch unklare Algorithmen zumindest in den Wettbewerb einzugreifen – mit nachteiligen Folgen für externe Anbieter.
Auch ein potenzieller Eingriff in die Preisgestaltung von Dritthändlern war immer wieder zentraler Punkt von Kritik. Das Entfernen von Angeboten oder das Begrenzen der Sichtbarkeit sind beispielsweise Instrumente, die als Folge drohen, wenn preisliche Regelungen nicht eingehalten werden. Von äußerster Relevanz ist für Händler beispielsweise der Kampf um die BuyBox, also jenem Einkaufswagen-Feld auf den Produktseiten von Amazon, über den die Kunden die Waren direkt in den Warenkorb legen können.
Werden Händler durch bestimmte Mechanismen aus der BuyBox vertrieben oder erfahren sie andere Einschränkungen in der Sichtbarkeit, geht dies nicht selten auch mit finanziellen Verlusten einher. Auch die vollständige Verdrängung vom Marktplatz sei laut Bundeskartellamt möglich. Damit seien Amazons bisherige Preiskontrollmechanismen in der Lage, Preise und Preisniveaus zu steuern und den Wettbewerb zu verzerren. Auch die Intransparenz preislicher Regelungen sind für Marktplatzhändler eine Hürde.
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