Amazon Fresh soll (wieder einmal) in den Startlöchern stehen. Die Hinweise, dass der Dienst nun endlich in Deutschland startet, sind konkreter als zuvor. Welche Auswirkungen wird der Start auf die Lebensmittel-Branche haben? Der Berufsverband der Insolvenzverwalter in Deutschland (VID) warnt vor einer Pleitewelle, die die Branche ereilen könnte.
Amazon ist schon seit Jahren als Branchen-Killer verschrien. Nun könnte es auch die Lebensmittel-Händler in Deutschland erwischen – meint zumindest der Berufsverband der Insolvenzverwalter in Deutschland (VID). Angesichts des möglichen Starts von Amazon Fresh hierzulande warnte der Verband nun vor einer Pleitewelle, die die Lebensmittel-Branche ereilen könnte. „Angebote wie Amazon Fresh werden das milliardenschwere Lebensmittel-Geschäft über kurz oder lang umpflügen und für zahlreiche Insolvenzen sorgen“, zitiert die WirtschaftsWoche Christoph Niering, Vorsitzender des VID.
Die Branche sei ohnehin durch niedrige Margen anfällig. Ein Einstieg von Amazon in das hart umkämpfte Geschäft träfe vor allem traditionelle Handelsketten und ihre Lieferanten. Aber Amazon ist nicht allein schuld. Die Aussage von Niering bezieht sich auch auf andere Online-Angebote, die disruptiv wirken. „Der zusätzliche Preisdruck durch Online-Anbieter verschärft die Situation und könnte Tausende Arbeitsplätze kosten“, warnt der Vorsitzende.
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