Mehrarbeit für nichtstreikende Amazon-Mitarbeiter und Paketboten
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Stimmen, die dem Aufruf kritisch gegenüber stehen. Auf take-me-to-auction.de wird der Aufruf als „fragwürdige Idee“ kritisiert, mit der man „Amazon (und damit auch FBA Händlern) Schaden zufügen“ kann. Und tatsächlich ist diese Kritik durchaus berechtigt. Denn durch den Mehraufwand werden die Logistikmitarbeiter, die sich nicht im Streik befinden, mehrbelastet. Neben den Amazon-Mitarbeitern sind es aber vor allem die Paketboten, die von diesem Mehraufwand betroffen sind. Die ohnehin schon stressige und arbeitsreiche Situation kurz vor Weihnachten wird durch eine solche Aktion noch weiter verschärft. Die Arbeitsbedingungen werden für die Paketboten deshalb sicherlich nicht besser.
Aber auch ökologisch ist so ein Aufruf fragwürdig. Auch wenn der Online-Handel nicht der Klimakiller ist, wie er oft dargestellt wird, ist eine solche Aktion nicht nützlich. Die unnötigen Bestellung und damit einhergehenden Retouren sind vor allem auf die Masse gesehen nicht klima- und umweltfreundlich.
Verdi sollte sich deswegen die Frage stellen, ob der Aufruf zum „Solidaritätsstreik“ tatsächlich zielführend ist oder ob es nur ein weiterer und verzweifelter Versuch ist, sich gegen Amazon durchzusetzen.
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