Bekennerschreiben liegt vor
Am Mittwoch wurde auf der Website Indymedia, die sich als Zusammenschluss unabhängiger Medienorganisationen und Journalist:innen versteht, ein Schreiben veröffentlicht, in dem sich Unbekannte zum Brandanschlag auf die Amazon-Fahrzeuge bekennen. Diese hätten nach eigenen Angaben sechs Brandvorrichtungen genutzt, um die Transporter des Konzerns zu beschädigen.
Die Tat solle demnach „den Kampf gegen die Unterdrückung der Menschen und der Natur anstacheln“ und richte sich explizit gegen eine vermeintliche Ausbeutung durch Amazon und patriarchale Strukturen. Nicht nur Amazon selbst, auch andere große Tech-Giganten wie Google, Facebook, Tesla und Apple werden dabei namentlich gelistet und ihre Vormachtstellung kritisiert.
Dabei werden auch Aspekte wie die umfassende Sammlung und Auswertung persönlicher Daten, die Nutzung komplexer Algorithmen und Aktivitäten im militärischen bzw. Rüstungsbereich an den Pranger gestellt. „Es gibt unendlich viele Argumente und Möglichkeiten, Konzerne wie Amazon und Tesla anzugreifen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Speziell gegen den E-Autobauer Tesla kündigten die vermeintlichen Täter außerdem eine „Aktionswoche“ an.
Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass in der Hauptstadt Fahrzeuge von Amazon in Brand standen. In den vergangenen Monaten und Jahren hatte es immer wieder Anschläge gegen Lieferwagen, Logistikzentren oder das neue Berliner Büro gegeben (siehe Infokasten).
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