US-amerikanische Kartellwächter zeigen sich aktuell wenig zufrieden mit Amazon. Der Konzern soll wichtige Chatverläufe verschleiert haben.
Aktuell wird untersucht, ob Amazon unzulässige Geschäftspraktiken einsetzt – etwa indem Algorithmen eigene Angebote des Konzerns bevorzugt haben. Das entsprechende Verfahren der US-amerikanischen Kartellbehörde FTC (Federal Trade Commission) ist im Herbst letzten Jahres gestartet, die Untersuchungen laufen. Dabei verschaffen sich die Kartellwächter tiefgreifende Einblicke in interne Prozesse und Entscheidungswege des Konzerns. Dazu zählen neben Dokumenten beispielsweise auch E-Mails und Chatprotokolle. Doch genau hier gibt es derzeit Konflikte.
Die FTC wirft Amazon vor, im Zuge der Untersuchung wichtige Details und Chat-Verläufe vorenthalten zu haben. Amazon-Gründer Jeff Bezos sowie oberste Führungspersönlichkeiten des Konzerns sollen für ihre Kommunikation den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messengerdienst Signal verwendet und darüber hinaus die automatische Löschung ihrer Nachrichten aktiviert haben. Für die FTC sind die Chatverläufe demnach unwiederbringlich gelöscht. Nach Einschätzung der Behörde könne dies als Beweismittelvernichtung gewertet werden.
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