Streit mit Mitarbeitern: Amazon-Chef duldet keinen Widerspruch gegen Büropflicht

Veröffentlicht: 31.08.2023
imgAktualisierung: 31.08.2023
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
31.08.2023
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Amazon-Chef Andy Jassy
DFree / Shutterstock.com
Im Streit um die Büropflicht für Mitarbeiter hat Amazon-Chef Andy Jassy den Ton verschärft.


Der Ton im Bürostreit bei Amazon wird rauer.

Noch immer ist das Thema der Büropflicht im Hause Amazon ein streitbarer Punkt: Seit Monaten schwelt die Debatte, in deren Rahmen Amazon seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück in die Büros holen will, während ein Teil der Belegschaft lieber von zu Hause aus arbeiten möchte. Nach langem Hin und Her hat Konzernchef und Bezos-Nachfolger Andy Jassy nun deutliche Worte gewählt.

In einer internen Fragerunde betonte Jassy, dass die Zeit für Widerspruch nun vorbei sei und man nun handeln müsse: „Und wenn Sie das nicht können, verstehe ich das auch, aber dann wird es bei Amazon für Sie wahrscheinlich nicht funktionieren“, wird er vom Branchenportal Golem zitiert. Mindestens drei Tage in der Woche sollen Angestellte ihre Arbeit im Büro vor Ort leisten. Widerstand gegen diese Firmenpolitik sei demnach nicht angemessen.

Umzug oder Kündigung?

Betroffen von der Büropflicht sollen auch jene Team-Mitglieder sein, denen bei der Einstellung eine Remote-Arbeit versprochen wurde. Den Büro-Fokus hatte Amazon unter anderem auch mit dem Schritt unterstrichen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentralen Standorten zugewiesen wurden und verpflichtend in die Nähe solcher „Hubs“ ziehen sollten. 

Jenen, die nicht umziehen wollten, habe Amazon entsprechend auch die Kündigung nahegelegt. Auch sei die Kündigung zum Teil indirekt angedroht worden. Und wie es scheint, ist ein Weggang von Amazon für einige Angestellte durchaus eine valide Option, da sie nicht bereit oder imstande seien, ihr Zuhause zu verlassen.

Amazon folgt Meinungen anderer Chefs

Bemängelt wird außerdem, dass für eine Büropflicht offenbar keine statistischen Gründe vorliegen: Jassy sei im Zuge der Diskussion gefragt worden, welche Daten eine Anwesenheitspflicht in den Büros untermauern – eine Frage, auf die er den Berichten zufolge nicht antwortete. Lediglich Gespräche mit Dutzenden Chefs anderer Unternehmen wurden herangezogen, die sich in breiter Masse gegen das Homeoffice ausgesprochen hätten.

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Veröffentlicht: 31.08.2023
img Letzte Aktualisierung: 31.08.2023
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Tom
05.09.2023

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Ich verstehe die Diskussion nicht. Wenn der Arbeitgeber verlangt, dass die Mitarbeiter ins Büro kommen, dann sollten sie das akzeptieren. Sehe ich genau so wie Jassy und so ziemlich jeder andere Chef.