Setzt sich Amazon ausreichend für den Klimaschutz ein? Die Klimaschutzorganisation SBTi bezweifelt dies.
Noch vor wenigen Jahren hatte Amazon-Gründer Jeff Bezos angekündigt, dass sein Unternehmen bis 2040 klimaneutral wirtschaften werde. In Sachen Klimaschutz will der Online-Riese ganz vorne mitspielen. Nun hat der Konzern allerdings die Unterstützung von der Science Based Targets Initiative (SBTi), einer weltweit führenden Überwachungsinstanz für Klimaziele von Unternehmen, verloren. Die Klimaschutzorganisation hat Amazon von der Liste genommen, auf der Firmen genannt werden, die sich zur Einhaltung ehrgeiziger Klimaschutzziele verpflichtet haben. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Tech-Riese seine Verpflichtung zur Festlegung eines glaubwürdigen Ziels für die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen nicht umgesetzt hat, wie Bloomberg dazu schreibt.
Die 2015 gegründete SBTi will nach eigenen Angaben Unternehmen dabei unterstützen, „sich ehrgeizige Emissionsminderungsziele auf der Grundlage der Klimawissenschaft zu setzen“. Die Ziele beinhalten, dass Firmen weltweit ihre Emissionen bis 2030 halbieren und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen, so Golem. Dieser Initiative ist Amazon im Jahr 2020 beigetreten – nun also die Streichung durch die Organisation.
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