Amazon soll Klarheit über seinen Umgang mit Händlerdaten schaffen – US-Politiker fordern eine beglaubigte Erklärung und drohen mit einer strafrechtlichen Untersuchung.
Immer wieder kocht das Thema hoch: Wie nutzt Amazon die umfangreichen Daten seiner Marktplatzhändler? Kopiert der E-Commerce-Platzhirsch erfolgreiche Produkte der Drittanbieter und bietet sie dann selbst an oder zieht eigene Marken in der Ergebnisanzeige der Webseite denen anderer Anbieter vor? Schon 2020 musste Jeff Bezos persönlich unter anderem dazu in einer Anhörung vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen. Die Antworten damals: Eher nebulös und nichtssagend.
Jetzt und immer noch haben fünf Justizausschuss-Mitglieder des US-Kongresses Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Aussagen des Konzerns. Sie fordern vom jetzigen Amazon-Chef Andy Jassy neue Antworten und eine beglaubigte Erklärung, wie Reuters berichtet.
Hintergrund sind erneute Medienberichte über ein mögliches Fehlverhalten Amazons. Amazon soll in Indien auf seinem Marktplatz erfolgreiche Konkurrenzprodukte kopieren und Such-Ergebnisse auf seiner Seite fälschen, so die Vorwürfe. In einem weiteren Bericht wird Amazon vorgeworfen, seine Eigenmarken in der Ansicht besser zu positionieren als die der Drittanbieter – selbst, wenn diese bessere Kennzahlen haben.
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