Das macht Bezos nach seiner Zeit als Amazon-Chef
Dennoch habe Bezos sich in den vergangenen Jahren vom einstigen „Tech-Geek“ weiterentwickelt und würde sich auf der Weltbühne sehr wohlfühlen, so Stone. „Man könnte sagen, er ist über Amazon hinausgewachsen. Sein Fokus hat sich geweitet.“ So würden nach Bezos’ Rücktritt als Amazon-CEO auch bald andere Themen und Hobbys im Leben des Multi-Milliardärs wichtiger werden, vermutet Stone: „Ein bisschen Amazon, ein bisschen Blue Origin (Bezos’ Weltraumfirma), ein bisschen Wohltätigkeit, ein bisschen Prominentenleben.“ Bei „ernsthaften Problemen“ könne Bezos wohl auch wieder die CEO-Rolle übernehmen. An eine politische Karriere von Bezos glaubt Stone jedoch nicht – dazu fehle dem Amazon-Boss das Charisma.
Trotz Bezos’ Zurücktreten in die hintergründige Führungsreihe prognostiziert Stone Amazon aber zunächst weiteren Erfolg. „Was er da gebaut hat, ist eine Maschine, die sich selbst am Laufen hält. Damit wird Amazon immer nur stärker. Mich erinnert das Unternehmen an einen Stein, der einen Berg hinunterrollt und immer mehr an Geschwindigkeit gewinnt. (...) Natürlich gibt es Risiken für das Imperium, aber im Moment gibt es keine Anzeichen dafür, dass Amazon an Fahrt verliert“, glaubt der Autor.
Künftig werde Amazon vor allem den Gesundheitsmarkt ins Visier nehmen, äußert Stone im Interview mit dem Spiegel (Paywall). Bezos sei fasziniert von dem Thema Medizin und Gesundheit, dafür gebe es eine Art geheimes Entwicklungsteam namens „Grand Challenge“, mit dem sich Bezos monatlich treffe.
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