Interne Dokumente sollen beweisen, dass Amazon über gravierende Sicherheitsmängel und unlautere Nutzung der Daten von Marktplatz-Händlern informiert gewesen sein soll.
Daten sind für alle Tech-Konzerne Gold wert, je detaillierter desto besser. Das gilt auch für die Daten der Drittanbieter, die auf dem Amazon-Marktplatz handeln. Immer wieder muss sich Amazon gegen Vorwürfe behaupten, diese Daten für eigene Zwecke zu nutzen – etwa für das Kopieren erfolgreicher Händler-Produkte und den Launch eigener Marken, wie zuletzt von dem Taschen-Hersteller Peak mit einem Video satirisch kritisiert wurde. Vergangenes Jahr hatten sogar 20 Ex-Angestellte über ein solches Vorgehen bei Amazon berichtet.
Amazon und auch Jeff Bezos in persona hatten die Vorwürfe immer abgestritten – mehr oder weniger: „Ich kann Ihnen sagen, dass wir eine Richtlinie gegen die Verwendung von verkäuferspezifischen Daten zur Unterstützung unseres Private-Label-Geschäfts haben, aber ich kann Ihnen nicht garantieren, dass diese Richtlinie nie verletzt wurde“, hatte sich der Amazon-Chef bei der damaligen Anhörung vor dem US-Kongress gewunden.
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