So überwacht Amazon die Leistung seiner Mitarbeiter
Die Picker und Packer in den Amazon-Logistikzentren nutzen Scanner, um die jeweiligen Waren und ihren Verlauf im Lager zu dokumentieren. Doch die Geräte können etwa auch erfassen, wie lange ein Mitarbeiter für einen Arbeitsschritt braucht – und ob er möglicherweise die dafür vorgesehene Zeit überschreitet. Die Vorarbeiter in den Lagern können so die Leistung der Mitarbeiter kontrollieren – und eingreifen, wie ein anonymer Mitarbeiter dem NDR-TV-Magazin Panorama berichtet: „Dann gehe ich dahin, gucke, ist der Mitarbeiter da – und schaue: Was ist das Problem? Unterhält er sich vielleicht zu lange, ist er nicht am Platz, zu oft auf der Toilette?“ So könne durch die Software von jedem Mitarbeiter ein detailliertes Profil erstellt werden. Die Arbeitsleistung ist unter anderem entscheidend, ob der Mitarbeiter weiter beschäftigt wird, heißt es.
Gegen dieses Messungs-Verfahren geht die zuständige niedersächsische Landesbeauftragte für den Datenschutz vor und hat Amazon in einem Teilbescheid vom 28. Oktober 2020 die Nutzung untersagt, der Bescheid ist allerdings noch nicht bestandskräftig. Amazon Winsen dürfe demnach nicht „ununterbrochen jeweils aktuelle und minutengenaue Quantitäts- und Qualitätsleistungsdaten ihrer Beschäftigten erheben und diese nutzen“, wie ein Sprecher der Landebeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen auf Anfrage von Amazon Watchblog mitteilt.
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