Amazon beobachtet in Deutschland unter anderem Verdi, Greenpeace und Fridays for Future. Ein umfassender Bericht offenbart anhand geleakter interner Amazon-Dokumente das Überwachungssystem des Unternehmens.
Kritik an Amazons Maßnahmen zur Überwachung und Kontrolle von Mitarbeitern, Gewerkschaften oder anderen möglichen politischen Gegnern gibt es immer wieder. Jetzt zeichnen aber geleakte Dokumente aus Amazons Global Security Operations Center ein detailliertes Bild davon, wer wie von dem Online-Riesen überwacht werde, wie das Medienportal Vice berichtet und sich dabei auf Insider und „Dutzende von durchgesickerten Dokumenten“ beruft.
Die Papiere sollen aus dem Global Security Operations Center stammen, der Sicherheitsabteilung des Unternehmens, die den Schutz der Mitarbeiter, Verkäufer und der Vermögenswerte verantwortet. Demnach soll Amazon unter anderem in Deutschland auch Aktivitäten von Greenpeace, Fridays For Future, Extinction Rebellion und Verdi beobachten. So seien diese Gruppen als bedrohlich eingestuft worden, zu der Initiative Fridays for Future heißt es etwa, dass sie „ihren Einfluss insbesondere auf junge Menschen und Studenten vergrößert“ und „schnell wächst und immer mehr Menschen anzieht“. Die Initiative hat bereits ein Statement dazu abgegeben: „Wir fühlen uns geschmeichelt, dass Amazon uns als eine Bedrohung ansieht, die groß genug ist, um die Anwendung fragwürdiger Praktiken wie diese zu rechtfertigen.“
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