Diese Nutzerdaten fließen von Ring zu Facebook und Co.
Die Bürgerrechts-NGO Electronic Frontier Foundation (EFF) hat den Datenverkehr auf der Ring-App untersucht und analysiert; das alarmierende Ergebnis: Informationen der Nutzer, wie zum Beispiel Namen, E-Mail-Adressen, private IP-Adressen, der Mobilfunknetzbetreiber oder Sensordaten, fließen direkt an mindestens vier große Analyse- und Marketingfirmen weiter – darunter auch Facebook. Weitere Unternehmen sind branch.io, mixpanel.com und appsflyer.com. Facebook erhält via Ring-App unter anderem Daten über Zeitzone, Gerätemodell, Sprachpräferenzen und die Bildschirmauflösung des Smartphones – auch wenn der Nutzer gar nicht auf Facebook ist. Das Unternehmen Mixpanel erhält insgesamt die meisten Daten.
Das aufkommende Problem ist in der Branche bekannt: Durch die Kombination solcher Daten und anderer verfügbarer Quellen könnten derartige Unternehmen umfassende Nutzerprofile erstellen – dadurch könnten auch andere Unternehmen etwa noch zielgerichteter personalisierte Werbung ausspielen oder individualisierte Dienste entwickeln. „Selbst wenn diese Informationen nicht missbraucht und genau für den angegebenen Zweck (in den meisten Fällen Marketing) eingesetzt werden, kann dies zu einer ganzen Reihe von sozialen Missständen führen“, warnt EFF.
Weiterer Kritikpunkt: Die meisten Nutzer dürften von dieser Weiterleitung kaum etwas wissen. „Diese Daten werden an Dritte weitergegeben, die entweder nur kurz erwähnt werden, auf einer internen Seite vergraben sind, die die Benutzer wahrscheinlich nie sehen werden – oder sie sind überhaupt nicht aufgelistet“, sagt die EFF.
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