Einer der ersten Mitarbeiter von Amazon zeigt sich durchaus angetan von dem Gedanken, Amazon zu zerschlagen.
Sollte Amazon aufgrund seiner gravierenden Marktmacht zerschlagen werden oder nicht? Über diese Frage wurde in den vergangenen Monaten immer mal wieder diskutiert. Die einen zeigen sich durchaus begeistert, andere argumentieren gegen ein Eingreifen vonseiten der Politik.
Nun hat sich auch einer der ersten Mitarbeiter von Amazon zu Wort gemeldet: Paul Davis aus Großbritannien gehörte in den 90er Jahren zu den ersten beiden Programmierern, die Amazon-Gründer Jeff Bezos damals angestellt hatte. Lange blieb Davis dem Online-Anbieter allerdings nicht treu: Bereits kurz nachdem Amazon offiziell an den Start gegangen war, verließ er das Unternehmen wieder. Nun plädiert er für eine Zerschlagung.
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Was soll das mit deutschem Recht zu haben? Es hat nur was mit US-Recht zu tun! Und da gibt es schon mehrere Beispiele, dass marktbeherrsche nde Konzerne zerschlagen wurden.
Warum soll die kommerzielle Wirtschaft eine Sonderstellung haben. Carl von Clausewitz schrieb schon vor 200 Jahren, dass die Politik das Primat im Kriege hat. Kein General kann selbstständig handeln.
Warum sollte es in der Wirtschaft anders sein, wenn die Folgen eines Nichtstuns ebenso katastrophal sind wie ein Krieg?
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Kompliziert wird allenfalls die Umsetzung, so diese denn tatsächlich nach deutschen Recht überhaupt möglich ist.
Und auch die Frage, ob ein Eingreifen des Staates in privatwirtschaf tliche Belange überhaupt forciert werden sollte, ist für mich jedenfalls nicht schwer zu beantworten: ein Ja! auch hier.
Denn die neoliberale Haltung der Politik in den letzten 30 Jahren hat zu einer völlig falschen Priorisierung geführt. Mittlerweile herrscht doch ein kaum noch zu übersehendes Primat der Wirtschaft, was dazu führt, dass Politik immer wieder versucht Gesetze zu machen, die der Wirtschaft folgen.
Tatsächlich aber sollte es doch so sein, dass Politik Gesetze für die Menschen macht, und die Wirtschaft dann diesen Gesetzen zu folgen hat!
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