2 Millionen Dollar für einen Platz auf Amazons Weihnachtsliste

Veröffentlicht: 18.10.2019
imgAktualisierung: 18.10.2019
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.10.2019
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Spielzeughaufen
Zarya Maxim Alexandrovich / Shutterstock.com
Amazon hat Produktempfehlungen für Weihnachten veröffentlicht, hält eine wichtige Information darüber seinen Kunden allerdings vor.


Amazon hat auf seiner Website in den USA jetzt eine Liste mit Spielzeugempfehlungen für Weihnachten veröffentlicht. Ein wichtiges Auswahlkriterium der Produkte wird dabei allerdings verheimlicht.

Weihnachten steht vor der Tür! Den Eindruck könnte man zumindest mit Blick auf die Auslage in den Supermärkten bekommen. Schon seit Wochen gibt es hier Schokoweihnachtsmänner, Stollen und Glühwein. Auch Amazon bereitet sich und seine Kunden so langsam auf das Fest der Liebe vor und hat auf seiner Website in den USA jetzt ein Auflistung mit Spielzeugempfehlungen veröffentlicht. Diese soll gestressten Eltern bei der Suche nach dem passenden Geschenk für den Nachwuchs unterstützen. Was auf den ersten Blick wie eine gelungene Hilfestellung erscheint, hat aber auch einen Haken: Der Online-Riese verheimlicht nämlich, wie gut er sich die Aufnahme in diese Liste bezahlen lässt.

Spielzeugliste soll 20 Millionen Dollar einbringen

Wie Bloomberg herausgefunden hat, sollen Spielzeughersteller bis zu zwei Millionen Dollar zahlen, um einen Platz auf der Weihnachtsliste zu bekommen. Je höher der Preis, desto mehr Produkte werden gelistet oder bekommen einen besseren Platz. Insgesamt 20 Millionen US-Dollar will der Konzern in der Weihnachtszeit auf diese Art und Weise einnehmen.

Weihnachtsliste
© Screenshot Amazon.com

Zwar ist die Vorgehensweise des Online-Händlers nicht verboten, allerdings fordern Verbraucherschutzorganisationen Amazon auf, die Liste entsprechend als Werbung zu kennzeichnen. „Sie schreiben keine 'bezahlte Anzeige' darauf, weil sie die Wahrnehmung der Verbraucher dadurch völlig verändern würden“, sagte Robert Weissman, Chef der US-amerikanischen Verbraucherschutzorganisation Public Citizen. „Wenn die Liste ganz oder teilweise bezahlte Werbung ist, haben die Leute ein Recht darauf, dies zu wissen.“ Amazon selber sieht sich keiner Schuld bewusst und beschreibt die angezeigten Produkte als „sorgfältig ausgewählt, um den Käufern zu helfen, selbst die längsten Einkaufslisten schnell zu bewältigen.“

Veröffentlicht: 18.10.2019
img Letzte Aktualisierung: 18.10.2019
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