Mitarbeiter von Whole Foods kritisieren eine kontinuierliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, seitdem Amazon das Unternehmen übernommen hat.
Während des Prime Days sah sich Amazon mit Streiks quer über die Welt konfrontiert, einmal mehr ging es um höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Aus den USA kommt nun ein weiterer Bericht über schlechte Bedingungen und zwar von Whole-Foods-Mitarbeitern. Vor zwei Jahren hatte Amazon die Supermarktkette übernommen, zufrieden sind die Mitarbeiter damit aber offenbar nicht. Gegenüber dem Guardian berichten diverse Mitarbeiter, dass sich die Arbeitsbedingungen seit der Übernahme teils enorm verschlechtert hätten.
24 Mitarbeiter, die in mehreren US-Märkten von Whole Foods arbeiten, kritisieren unter anderem Budget-Kürzungen, Unterbesetzung und den Druck, sowohl Prime-Deals als auch -Mitgliedschaften an die Kunden zu bringen. Es habe eine stetige Aufweichung der Unternehmenskultur stattgefunden, das Umfeld sei fordernder geworden. Die Mitarbeiter, die aus Sorge um Sanktionen nicht beim Namen genannt werden wollen, beschreiben gegenüber dem Guardian ausführlich, in welcher Form sich das Arbeitsklima verschlechtern habe. „Amazon hat das Unternehmen so sehr verändert, dass ich Whole Foods kaum noch wieder erkenne“, sagt etwa ein Mitarbeiter aus Kalifornien. Es jage ihm jeden Tag Schauer über den Rücken, wenn er sehe, wie Whole Foods mit Amazon-Produkten „bombardiert“ werde.
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