Gewerkschaft sieht wenig Hoffnung
Auch die Privatangestellten-Gewerkschaft GPA-djp will gegen die Zustände bei dem Online-Händler vorgehen. „Wir wollen nicht, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei uns respektlos und menschenunwürdig behandelt werden“, sagt die Vorsitzende Barbara Teiber. Die Gewerkschaft will das Arbeitsinspektorat, die Gebietskrankenkasse und das Sozialministerium anrufen, sieht aber wenig Hoffnung. „Amazon ist sehr geschickt darin, die Grenzen auszuloten, in denen sie agieren können“, meint Teiber.
Amazon selbst bestreitet die Vorwürfe. „Wir denken nicht, dass die Vorwürfe die Wirklichkeit in unseren Gebäuden widerspiegeln. An allen unseren Standorten sind seit dem Start von Amazon sichere und attraktive Arbeitsplätze entstanden. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter haben dabei immer die höchste Priorität“, heißt es in einem Statement.
Die Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen bei Amazon reihen sich in eine lange Liste ein: Auch in den USA gab es Klagen über automatische Kündigungen von Mitarbeitern, weil sie Vorgaben nicht erfüllen konnten, teils weil Mitarbeiterinnen schwanger waren. In Großbritannien haben Arbeiter in Flaschen uriniert, um Zeit zu sparen und so die Vorgaben zu erfüllen. Derzeit versucht Amazon in den USA und England mit Gamification die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
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Werden alle erst wach wenn es zu spät ist ....?
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