Amazon-Mitarbeiter aus mehreren Ländern haben sich in Berlin getroffen, um über gemeinsame Strategien im Arbeitskampf mit Amazon zu beraten.
In Berlin haben sich Amazon-Mitarbeiter aus 15 Ländern zu einem Vernetzungstreffen eingefunden und dem Versandriesen erneut grenzüberschreitend unfaire Arbeitsbedingungen vorgeworfen. Darunter waren neben Mitarbeitern aus Deutschland auch solche aus Argentinien, Brasilien, Pakistan, Polen und den USA. „Globale Probleme verlangen nach globalen Lösungen. Deswegen vernetzen sich Gewerkschaften aus aller Welt, um Amazon zu reformieren“, sagte Christy Hoffmann, Generalsekretärin von UNI Global Union. Verdi-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger warf Amazon einmal mehr vor, „die Rechte der Beschäftigten mit Füßen“ zu treten.
In Berlin wollten die Gewerkschaften ihre Strategien im Arbeitskampf gegen Amazon koordinieren. Christy Hoffmann warf Amazon, Spiegel Online zufolge, „unternehmerische Gier“ vor und bezeichnete die Auseinandersetzung „einen der wichtigsten Arbeitskämpfe der jüngeren Geschichte“. Sie fordert eine Reformierung des Unternehmens. Auch Nutzenberger forderte erneut einen Tarifvertrag. Die Streiks der letzten Jahre hätten zwar Verbesserungen gebracht, doch nach wie vor seien Beschäftigte in den Versandzentren von Amazon „mit enormer Arbeitshetze, Kontrolldruck und der Missachtung von Arbeitnehmerrechten konfrontiert“, heißt es von Verdi.
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