Alexa-Clips mit Hilfeschreien und Kontodaten
Amazon-Angestellte und Auftragnehmer in den USA, aber auch Costa Rica, Indien und Rumänien arbeiten daran, dass Alexa die menschliche Sprache noch besser versteht und auf die Sprachbefehle reagieren kann. Dafür hören sie jeden Tag Tausende von aufgezeichneten Gesprächen der Nutzer, transkribieren die Inhalte oder ordnen Schlagworte zu – etwa, dass mit dem Begriff „Taylor Swift“ eine Sängerin gemeint ist. Unter den Audio-Clips sind aber auch Dateien wie die eines Kindes, das um Hilfe schreit. Die rumänischen Mitarbeiter, die Bloomberg befragt hat, berichten sogar von möglichen sexuellen Übergriffen, Namen und Kontodaten.
Solche Dateien sollen von den Mitarbeitern als „kritisch“ markiert und nicht weiter bearbeitet werden. Amazon sagt dazu: „Wir haben strenge technische und betriebliche Sicherheitsvorkehrungen und eine Null-Toleranz-Politik für den Missbrauch unseres Systems. Mitarbeiter haben keinen direkten Zugriff auf Informationen, die die Person oder das Konto im Rahmen dieses Workflows identifizieren können. Alle Informationen werden mit hoher Vertraulichkeit behandelt, und wir verwenden eine Multi-Faktor-Authentifizierung, um den Zugriff zu beschränken, sowie Service-Verschlüsselung und Audits unserer Kontrollumgebung, um sie zu schützen“.
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