Amazon verweist auf Verbrechensprävention
Ein Einsatz der Erkennungssoftware im wirtschaftlichen Bereich wäre durchaus interessant: Hier könnte „Rekognition“ zum Beispiel dafür eingesetzt werden, Bilder nach bestimmten Produkten zu durchsuchen und dann, in einem zweiten Schritt, ähnliche Objekte zu finden. Simpel heruntergebrochen könnten Kunden also auf Basis der Software ein Wunschprodukt online suchen und finden.
Im Rahmen einer Überwachung könnte sie allerdings von Behörden dazu genutzt werden, eine Gesichtserkennung in Echtzeit durchzuführen. Und zwar nicht nur bei einzelnen Personen, sondern bei Analysen von „mehreren zehn Millionen Gesichtern“, heißt es weiter. Selbst die Suche von bis zu 100 Gesichtern auf überladenen Fotos sei möglich. Demzufolge könnten Behörden zum Beispiel auch ganze Personengruppen aus Bildern eines überfüllten Stadions oder riesiger Protestmärsche filtern.
Während Bürgerrechtler die Demokratie in Gefahr sehen und Strukturen wie in einem Überwachungsstaat befürchten, soll Amazon darauf verwiesen haben, dass Rekognition Verbrechen aufklären oder gar verhindern könne. Als praktische Beispiele werden etwa die Suche nach Entführungsopfern oder das Finden verlorener Kinder in Freizeitparks genannt. Man dürfe sich laut Amazon neuen Technologien nicht in den Weg stellen, nur weil es die Befürchtungen gäbe, dass diese missbraucht werden könnten. Ein solches Eingreifen würde die Lebensqualität einschränken.
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