Ein Unternehmen muss immer in Bewegung bleiben, darf niemals still stehen. Das wäre für Jeff Bezos der Tod, wie der Amazon-Gründer nun in seinem Jahresbrief verkündet. Das dreiseitige Dokument gibt dabei Weisheiten wie ein Management-Handbuch an den Leser weiter.
„Jeff, wie sieht der zweite Tag aus?“ – Diese Frage wurde dem Amazon-Gründer kürzlich in einem Meeting gestellt und gab ihm damit das zentrale Thema für seinen jährlichen Brief an die Aktionäre. Für Bezos gibt es nämlich nur den einen Tag Nummer Eins. Er erinnere Menschen „seit ein paar Jahrzehnten“ daran, dass es der erste Tag sei, arbeite selbst in einem Amazon-Gebäude mit dem Namen „Day 1“ und wenn er einmal mit seinem Büro umzieht, wird der Name mitgenommen – vielleicht vergleichbar mit der Bezeichnung „Air Force One“, die für jedes Flugzeug gilt, mit dem der US-Präsident gerade reist.
In seinem Brief wird deutlich, dass Bezos den Tag 2 regelrecht fürchtet. „Tag 2 ist Stillstand. Gefolgt von Irrelevanz. Gefolgt von qualvollem, schmerzvollem Abstieg. Gefolgt von Tod. Und darum ist es immer Tag 1“, schreibt Bezos. Er stellt aber klar, dass der Abstieg ein quasi Zeitlupen-Ereignis ist: Ein Unternehmen könne den Tag 2 für Jahrzehnte abernten, aber das Endergebnis bleibe dasselbe.
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