Wichtigste Grundlage: das sechsseitige Memo
Das Herzstück der Theorie stellt dabei jedoch das Memo dar. Dieses müsse „knackig und voll Klarheit sein, wie Engelsgesang vom Himmel“. Das Schreiben eines Memos verlange dessen Autor:in dabei deutlich mehr ab, als beispielsweise eine Power-Point-Präsentation. Eine solche zu erstellen sei vor allem für den/die Autor:in einfach und schnell – für das Publikum meist jedoch schwerer zu verfolgen.
Beim Memo-Schreiben soll sich die Meeting-führende Person im Vorfeld konkrete Gedanken machen und diese ordentlich strukturiert darbieten. Die geschriebene Form zwinge dabei dazu, das Beste zu geben. Schließlich müsse man im Rahmen des Meetings zusehen, wie andere den Text lesen. Wirre Gedankengänge würden dabei schnell enttarnt.
Auf die Frage, warum Bezos die Memos nicht im Vorfeld des Meetings versenden und von allen durchlesen ließe, hat er dabei eine klare Antwort: „Niemand hat die Zeit dazu!“ Auf diese Weise würden Leute im Meeting sitzen und so tun, als hätten sie es gelesen, auch wenn dies gar nicht der Fall wäre.
Stattdessen würde das gemeinsame Lesen für genau diesen Prozess ein Zeitfenster schaffen. So sei sichergestellt, dass zu Beginn der Diskussion wirklich alle auf dem gleichen Kenntnisstand seien.
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