Second Chance Deal Days: Amazon verkauft Retouren als Schnäppchen

Veröffentlicht: 01.09.2025
imgAktualisierung: 01.09.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
01.09.2025
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ca. 2 Min.
Mensch sitzt an einem Laptop und besucht die Amazon-Website.
AndrewLozovyi / Depositphotos.com
Bei einem neuen Schnäppchenevent bei Amazon stehen Retouren im Fokus. Auf Millionen von Artikeln winken bis zu 50 Prozent Rabatt.


Amazon verschmilzt jetzt den anhaltenden Trend rund um den Secondhand-Markt clever mit einem neuen Schnäppchenevent. Bereits diese Woche, vom 3. bis 9. September, finden die Second Chance Deal Days statt. Laut Unternehmensangaben locken hierbei Rabatte bis zu 50 Prozent. Geboten werden Produkte, welche retourniert und generalüberholt wurden.

Über 40 Millionen Secondhand-Artikel

Innerhalb des siebentägigen Aktionszeitraums erhalten Kund:innen Rabatt auf mehr als 40 Millionen Produkte aus nahezu allen Produktkategorien. Die Verkaufsaktion steht dabei der gesamten Amazon-Kundschaft offen – ohne Beschränkung auf Prime-Nutzer:innen.

Wer bei Amazon generalüberholte Artikel einkauft, erhält weiterhin auf diese die gewohnten Rechte wie beim Neukauf. „Kundinnen und Kunden können darauf vertrauen, dass jedes Produkt, das sie während der Second Chance Deal Days kaufen, den von Amazon gewohnten Qualitätsstandards entspricht und mit dem gewohnten Kundenservice und Rückgaberecht angeboten wird.“ so Rocco Bräuninger, Country Manager Amazon Deutschland.

Neben der neuen Aktion verkauft Amazon Retouren regulär über die beiden Formate Amazon Retourenkauf sowie Amazon Renewed.

Häme aus der Online-Community

Was das Unternehmen groß als wertvollen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit deklariert, wird nicht überall so positiv aufgenommen. So betitelt Caschys Blog die Aktion gar als „Rudis Resterampe“ – ein Seitenhieb auf einen bekannten Discountermarkt, der vor allem für den Verkauf von Konkursware und Überbeständen bekannt wurde.

Dabei lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass Nachhaltigkeit und der Wunsch nach einer möglichst sinnvollen Verwertung von Restbeständen miteinander einhergehen. Auch wenn Amazons Fokus also vielleicht eigentlich darauf liegt, Lagerkapazitäten freizuräumen, dann geschieht dies nun auf eine maximal umweltfreundliche Art und Weise.

Und auch die Geldbeutel der Kundschaft dürften sich an dem Format erfreuen. Ob sich die Second Chance Deal Days als neues festes Format im Aktionskalender von Amazon durchsetzen oder eine einmalige Aktion bleiben, wird vermutlich vor allem durch den finanziellen Erfolg bemessen werden.

Veröffentlicht: 01.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 01.09.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Bodo
02.09.2025

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Mich würde es ja nur interessieren, ob das, was da dann verhökert wird, eventuell Waren sind, die zuvor den FBA-Händlern teuer zu stehen kam, weil der Kunde etwas retourniert und der FBA-Händler den vollen Kaufpreis inklusive Rückversandkosten in Rechnung gestellt bekommen hat, die Ware aber womöglich gar nicht wieder dem FBA-Händler zugänglich gemacht wurde. Oder sind das womöglich Bestände, die Amazon zum Nachteil der FBA-Händler so billig verkauft, weil sie nach Meinung von Amazon schon viel zu lange lagern? Irgendwie müssen ja 40 Millionen Produkte zusammenkommen, ist ja auch nicht gerade wenig.