Rekord: Amazon beschlagnahmt 15 Millionen Produktfälschungen

Veröffentlicht: 27.03.2025
imgAktualisierung: 27.03.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
27.03.2025
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Amazon-Paket in Nahaufnahme
dennizn / Depositphotos.com
Für den Kampf gegen gefälschte Produkte gibt Amazon mittlerweile Milliarden aus. Allein 2024 wurden über 15 Millionen Fakes entdeckt.


Mit gefälschten Produkten werden jedes Jahr tausende Kund:innen bei Amazon hinters Licht geführt. Der Marktplatz betreibt nach eigenen Angaben großen Aufwand, um das Problem zu bekämpfen. Allein im vergangenen Jahr hat Amazon mehr als 15 Millionen gefälschte Produkte entdeckt, beschlagnahmt und entsorgt – mehr als doppelt so viele wie noch 2023.

Um dem Problem Herr zu werden, setzt Amazon auf verschiedene Mechanismen. Der größte Hebel ist dabei künstliche Intelligenz, daneben hat Amazon aber auch ein Transparenzprogramm, arbeitet sowohl mit dem öffentlichen als auch dem privaten Sektor zusammen und versucht, die Kundschaft entsprechend aufzuklären, damit es gar nicht erst zum Kauf von gefälschter Ware kommt.

KI hilft am meisten

Allein im vergangenen Jahr hat Amazon mehr als eine Milliarde Dollar in den Kampf gegen Fakes investiert. Zudem beschäftigt der Konzern Tausende Mitarbeiter, die sich speziell auf den Schutz von Marken, Kund:innen und Händler:innen konzentrieren. Vor allem Investitionen in künstliche Intelligenz bieten mittlerweile wirksame Mechanismen, um Fälschungen zu erkennen.

„Durch proaktive Maßnahmen blockierte Amazon mehr als 99 Prozent der mutmaßlich rechtsverletzenden Angebote, bevor eine Marke sie überhaupt finden und melden musste“, heißt es von Amazon. Die Anzahl der von Marken gemeldeten Rechtsverstöße sei seit 2020 um 35 Prozent gesunken. Gleichzeitig sei in dieser Zeit die Zahl der automatisch blockierten Produktangebote um 250 Prozent gestiegen.

Veröffentlicht: 27.03.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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2 Kommentare
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ralf
28.03.2025

Antworten

Zu erwähnen wäre hier aber auch, das die KI künstlich Fälschungen erzeugt. Zum Bsp. hat Amazon bei einigen Produkten, die wir auch auf den anderen Plattformen in Europa verkaufen, auf allen ausländischen Plattformen einen bekannten Markennahmen eingesetzt. Artikel dir seit über 10 Jahren verkaufen, wurde seitens der KI ein fremder bekannter Markenname eingesetzt und anschließend von der KI moniert, wir würden einen fremden Markennamen benutzen was in der Verkäuferleistung sich widerspiegelte. Z. b. wurde aus "Volksmarine", was seit 10 Jahren korrekt von Amazon auf andere europäische Plattformen korrekt übersetzt worden war, nun "Volkswagen" daraus gemacht. Darauf schlug die KI (ob es die gleiche war oder ob Amazon mit unterschiedlichen KIs arbeitet, keine Ahnung) natürlich Alarm. Aber nicht nur Volkswagen war das Problem, sondern es wurden auch Begriffe wir Star Trek oder Star Wars, nur weil der Artikel etwas mit Raumfahrt zutun hatte, in die Bezeichnung auf ausländischen Plattformen eingefügt. Oder in Frankreich wurde bei Tassen der Markename eines Mitbewerbers bei unseren Tassen eingefügt, der zwar auch Tassen anbieten, aber völlig andere und kein einziges Motiv sich mit unserem überschneidet, so dass die KI da was durcheinanderbringen könnte. Gott sei Dank kennen wir den Mitbewerber persönlich und haben ein gutes Verhältnis. Aber ich kann nicht auf jeder Plattform kontrollieren bei 180.000 Artikel pro Plattform ob heute die KI auf irgendeinem Produkt von uns einen fremden Markennamen eingefügt hat. Zudem schlägt die KI völlig irational an. Zu empfehlen im Amazon Forum der Tread "der Clownfisch". Wäre eventuell auch hier ein Bericht wert.
S. Hochmuth
28.03.2025

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Wen wundert das schon? Über die letzten Jahre sind immer mehr Fälschungen hinzugekommen und es wurden unkontrolliert unsichere Produkte angeboten. Sollte man keine eigenen Produkte anbieten, ist Amazon einfach furchtbar geworden, weil die KI dumm ist und es dort den schlechtesten Kundenservice gibt, den ich ich bisher kennenlernen durfte. Nur als Beispiel, ich wurde bei einer ASIN gesperrt, weil keine Originalverpackung bei meinem verkauften Produkt dabei war. In meiner Angebotsbeschreibung habe ich auf das Fehlen der OVP hingewiesen. Der Kunde hat die Angebotsbeschreibung natürlich nicht gelesen und ich habe eine Rücksendeanfrage mit der Begründung „keine original verpackung“ erhalten. Die KI hat anhand des Textes verstanden, dass ich eine Fälschung verschickt habe. Und der Kundenservice? Der Kundenservice ordnet sich Amazons dummen KI unter. Obwohl ich den Fall etwa fünf Mal neu eröffnet habe, konnte mir hier niemand helfen. Die Entscheidungen sind dann in Stein gemeißelt. Das ist halt das große, kontraproduktive Problem, wenn man KI einsetzen will, aber unfähig ist, eine kluge KI zu implementieren. Man bewirkt damit sonst das genaue Gegenteil. Wem es noch nicht aufgefallen ist, Amazons „KI“ manipuliert auch die eigenen Suchanfragen und somit die Ergebnisse, weil irgendein Halbhirn meinte, dass eine Rechtschreibkorrektur bei der Suchleiste sinnvoll ist. Gibt man z.B. „DS Spieletitel“ oder ähnliches für Nintendo DS-Spiele ein, wird daraus oft „Das Spieletitel“.