Seller wollen Gewinnmargen schützen
Die Entscheidung werde von den Verkäuferinnen und Verkäufern als Maßnahme ergriffen, um auf die unsichere wirtschaftliche Situation und speziell die veränderten Zollbedingungen durch die Wirtschaftspolitik von Präsident Trump zu reagieren. Das berichtet Reuters und verweist auf Aussagen mehrerer Händler sowie Berater, die sich gemeinsam um die Belange Hunderter Marktplatzpartner kümmern.
So habe etwa ein Fahrradhändler kommentiert, dass er noch einen Bestand an Waren habe, die er vor der drastischen Zollerhöhung aus China importiert habe. Um die Gewinnmarge zu schützen, wolle er diesen lieber später zum Vollpreis anbieten und entsprechend zum ersten Mal seit vielen Jahren den Amazon Prime Day auslassen. Ähnliches sei von anderen Anbietern zu hören, die auf ihre Produkte keine oder nur geringe Rabatte gewähren wollen.
Auch die Verlagerung des Produktionsstandortes sei für manche eine aktuell anvisierte Strategie. Und das ist nicht die einzige Konsequenz von Donald Trumps Handelskrieg: Amazon-Chef Andy Jassy hatte sich kürzlich in einem Interview mit CNBC zu den Marktentwicklungen geäußert und steigende Preise auf dem hauseigenen Marktplatz prognostiziert: Viele Händlerinnen und Händler sehen sich gezwungen, die zollbedingten, stark gestiegenen Kosten an die Kundschaft weitergeben zu müssen.
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