Rabatt-Flaute am Amazon Prime Day? Händler ziehen sich zurück

Veröffentlicht: 29.04.2025
imgAktualisierung: 29.04.2025
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
29.04.2025
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Logo des Shopping-Events Amazon Prime Day auf einem Paket
MichaelVi / Depositphotos.com
Die politischen Umstände und speziell die Zollpolitik haben wohl Auswirkungen auf Amazons sommerliche Rabattschlacht.


Der Amazon Prime Day gehört zu den wichtigsten Shopping-Events des Jahres. Doch gerade im Heimatmarkt USA könnte er in diesem Jahr womöglich etwas weniger pompös ausfallen. Einige Händlerinnen und Händler, die in China produzierte Waren verkaufen, sollen sich entschieden haben, in diesem Jahr die Menge an preisreduzierten Produkten zu verringern. Andere gehen indes noch einen Schritt weiter und nehmen gar nicht am Prime Day teil.

Seller wollen Gewinnmargen schützen

Die Entscheidung werde von den Verkäuferinnen und Verkäufern als Maßnahme ergriffen, um auf die unsichere wirtschaftliche Situation und speziell die veränderten Zollbedingungen durch die Wirtschaftspolitik von Präsident Trump zu reagieren. Das berichtet Reuters und verweist auf Aussagen mehrerer Händler sowie Berater, die sich gemeinsam um die Belange Hunderter Marktplatzpartner kümmern.

So habe etwa ein Fahrradhändler kommentiert, dass er noch einen Bestand an Waren habe, die er vor der drastischen Zollerhöhung aus China importiert habe. Um die Gewinnmarge zu schützen, wolle er diesen lieber später zum Vollpreis anbieten und entsprechend zum ersten Mal seit vielen Jahren den Amazon Prime Day auslassen. Ähnliches sei von anderen Anbietern zu hören, die auf ihre Produkte keine oder nur geringe Rabatte gewähren wollen.

Auch die Verlagerung des Produktionsstandortes sei für manche eine aktuell anvisierte Strategie. Und das ist nicht die einzige Konsequenz von Donald Trumps Handelskrieg: Amazon-Chef Andy Jassy hatte sich kürzlich in einem Interview mit CNBC zu den Marktentwicklungen geäußert und steigende Preise auf dem hauseigenen Marktplatz prognostiziert: Viele Händlerinnen und Händler sehen sich gezwungen, die zollbedingten, stark gestiegenen Kosten an die Kundschaft weitergeben zu müssen.

Amazon spricht aktuell von starkem Zuspruch

Ob die Abkehr mancher Seller für Amazon tatsächlich spürbar sein wird, bleibt wohl abzuwarten. Bisher wertete der Konzern den Prime Day stets als erfolgreiches Shopping-Event, mit dem man immer neue Rekorde brechen konnte. Und auch zum aktuellen Zeitpunkt lässt Amazon keinen Zweifel daran aufkommen, dass man mit dieser Tradition fortfahren werde. Laut Reuters habe Amazon für den anstehenden Prime Day auf eine „starke Resonanz von Verkaufspartnern“ verwiesen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 29.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 29.04.2025
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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