Vor einiger Zeit wurden Meldungen laut, dass Amazon einen Preisverlauf auf seiner Plattform einbinden wird. Das heißt: Kundinnen und Kunden können direkt auf dem Marktplatz sehen, wie sich der Preis eines Produkts in den vergangenen Monaten verändert hat und wie der aktuelle Preis demzufolge zu bewerten ist. Die Nutzung externer Tools wird damit unnötig. Nun ist die Funktion bei einigen Produkten bereits sichtbar.
Preisverlauf: Einbindung noch nicht flächendeckend

So viel vorweg: Nicht in jedem Artikel und nicht über jeden Kanal wird die historische Preisentwicklung schon angezeigt. Bei Caschys Blog wird nicht umsonst über einen A/B-Test gemutmaßt, den Amazon gerade durchführt.
Dort, wo das neue Feature schon eingebunden ist, findet sich auf der Produktdetailseite ein verlinkter Texthinweis „Preisverlauf“ in unmittelbarer Nähe zum eigentlichen Preis. Der beigefügte Screenshot zeigt ein Beispiel aus Amazons Shopping-App. Hier wird auch deutlich, dass der Hinweis zwar prominent platziert, aber optisch nicht stark hervorgehoben wird.
Klickt man auf den entsprechenden Linktext, wird deutlich, dass die Funktion eng an Amazons Rufus geknüpft ist: Die Preishistorie wird nämlich über den hauseigenen KI-Assistenten ausgespielt. Kundinnen und Kunden können dann am Diagramm selbst wählen, über welchen Zeitraum sie sich den Verlauf des Produktpreises anzeigen lassen: Zur Wahl stehen ein Monat, drei Monate sowie ein ganzes Jahr.
Rufus verweist auf Alternativ-Angebote

Übrigens: Wird der Link zum Preisverlauf nicht angezeigt, können Nutzer das Schlagwort „Preisverlauf“ bei Rufus eingeben – dann erscheint unter Umständen ebenfalls das Preisverlaufsdiagramm.
Eine Besonderheit, die Händler aufhorchen lassen dürfte, ist das Vorgehen von Rufus, wenn die KI den Preis als nicht angemessen bewertet: Dann nämlich wird ein alternatives Angebot vorgeschlagen. So sei es für Kundinnen und Kunden auch einfacher, vermeintlich gute Rabatte zu durchschauen, die aber lediglich auf künstlich überhöhte UVP- oder Vorgänger-Preise stützen, heißt es weiter.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
Tina Plewinski
Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.
Kommentar schreiben