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Preise auf Amazon werden steigen – sagt der Amazon-Chef

Veröffentlicht: 11.04.2025
imgAktualisierung: 11.04.2025
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
11.04.2025
img 11.04.2025
ca. 2 Min.
Amazon-Logo in roter Farbe: Statistiken zeigen negativen Verlauf
visuals6x / Depositphotos.com
Gestiegene Zölle verursachen Umbrüche in der Wirtschaft. Auch an Amazon werden die Entwicklungen nicht spurlos vorbeigehen.


Mit globalen Zöllen hat US-Präsident Donald Trump die Wirtschaftswelt rund um den Globus erschüttert. Kurse an den Börsen brachen ein, die Angst vor einem globalen Wirtschaftseinbruch war zu spüren. Und auch nachdem Trump die Zölle nun doch um 90 Tage ausgesetzt hat, ist die Nervosität in der Branche zu spüren. Viele Unternehmen sehen ihre Lieferketten in Gefahr.

Auch der Branchenriese Amazon rechnet mit weitreichenden Veränderungen: In einem Interview mit CNBC sagte der amtierende Konzernchef Andy Jassy, dass er mit steigenden Preisen auf dem hauseigenen Online-Marktplatz rechne. Konkret gehe er davon aus, dass die Händlerinnen und Händler die gestiegenen Zollkosten an die Kundschaft weitergeben werden.

Viele Seller, die ihre Waren über Amazons Plattform vertreiben, sind selbst in China ansässig oder beziehen ihre Produkte aus Fernost und sind somit auf die ein oder andere Weise von den Zollerhöhungen betroffen.

Amazon zwischen Hamsterkäufen und Auftragsstornierungen

Preissteigerungen wären dabei offenbar nicht für alle überraschend. Ganz im Gegenteil. Laut Jassy gebe es Anzeichen dafür, dass einige Verbraucherinnen und Verbraucher in Erwartung steigender Preise damit begonnen hätten, sich mit Produkten einzudecken. Wie weit solche Hamsterkäufe verbreitet seien, könne jedoch zum aktuellen Zeitpunkt nicht genau eingeschätzt werden.

„Die Leute haben nicht aufgehört, zu kaufen und in bestimmten Kategorien sehen wir, dass die Leute mehr im Voraus kaufen. Aber es ist schwer zu sagen, ob es sich nur um eine Anomalie in den Daten handelt, weil es nur ein paar Tage sind, oder wie lange es anhalten wird“, so der Konzernchef.

Auch Amazon selbst hat bereits strategische Einkäufe getätigt, um die eigenen Lager zu füllen. Darüber hinaus habe der Konzern laut Branchenberatern kurz nach Trumps Zollankündigungen damit begonnen, „einige Direktimportaufträge für Produkte aus China zu stornieren“, schreibt CNBC mit Blick auf die Entwicklungen weiter.

Jassy: Amazon kämpft für niedrige Preise 

Im Interview betonte Jassy explizit, dass man alles dafür tue, um die Preise im Sinne der Kundinnen und Kunden „so niedrig wie möglich“ zu halten. Unter anderem würde man etwa versuchen, Bedingungen von Kaufverträgen neu zu verhandeln. Ob und inwieweit sich auch die Beziehung zu den Marktplatzpartnern ändern wird, bleibt abzuwarten. Der Druck auf die Seller dürfte dabei vermutlich nicht unbedingt sinken.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 11.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 11.04.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
5 Kommentare
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Christian
15.04.2025

Antworten

Der Endkunde zahlt mehr und der Händler verdient noch weniger. Amazon wird am eigenen Verdienst sicher keine Abstriche machen.
Olaf
15.04.2025

Antworten

Es ist vermutlich nicht alles optimal für den Verkäufer. Ich frage mich nur, wenn alles so schlimm auf dem Amazon Marktplatz ist, wieso verkaufen sie denn da? Es ist allgemein für einen Marktplatz Anbieter wie Amazon oder z.B. Otto alle zufrieden zustellen. Ich schlage vor einen eigenen Marktplatz zu eröffnen und das nur unter ihren Vorstellungen. Dann sollte doch alles super sein.
ralf
14.04.2025

Antworten

Naja, die Preise steigen schon bei Amazon seit Jahren und nicht wegen Zöllen, Politik und Co, sondern wegen der Marktplatzpolitik seitens Amazon gegenüber Händler. Ob allgemeine Preiserhöhungen, Sendungsnummer für Kleinartikel ab 15 Euro und 20 Euro ab Ausland. A-Z Genehmigungen die oft nicht nachvollziehbar sind, die einfache Möglichkeit der Käufer die Rückgabekosten auf den Händler abzuwälzen durch falsche Angaben etc. etc. , das sind die Preistreiber bei Amazon. Aber ja, zumindest kann man den Preisanstieg nun auf ein Fremdverschulden schieben und damit die Eigenverantwortung ausblenden, sodass Amazon als Unschuldslamm in der öffentlich Wahrnehmung steht, der nur das Beste von den... äh, für den Kunden will.
K.I
14.04.2025

Antworten

Meinung: Erst Trump Millionen Spenden und jetzt heulen! Der amtierende Konzernchef Andy Jassy, Jeff Bezos, Trump, Musk und seine Milliardäre sind einfach alle nur noch zum kot....!
cf
11.04.2025

Antworten

Damit der Umsatz weiter stimmt, könnte amazon ja einfach die Kosten für die Händler erhöhen und mit dem zusätzlichen Gewinn dann die eigenen Produkte und Billiganbieter querfinanzieren. 50% könnten die Händler doch schon abgeben - aus Dankbarkeit, dass amazon einen so wundervollen Marktplatz bereitstellt...