Amazon soll fiktive Vorher-Preise angegeben haben
Konkret habe Amazon mit Phrasen wie „Prime Day Deal – 40 Prozent“ oder „44 Prozent Rabatte Prime Day Deal“ versprochen, „dass die rabattierten Produkte während des Prime Day mit einem prozentualen Rabatt auf einen angeblichen Vorherpreis verkauft werden“, heißt es in der Klageschrift. Allerdings habe Amazon zur Berechnung der Rabatte einen fiktiven, überhöhten Listenpreis verwendet, so der Vorwurf.
In der Klageschrift werden mehrere Beispiele aufgeführt.
- Ein Kopfhörer soll einen Listenpreis – der mindestens 90 Tage vor der Aktion galt – von 179,95 US-Dollar gehabt haben. Tatsächlich habe der Listenpreis aber deutlich unter dem Wert gelegen, etwa bei 130 – 160 US-Dollar.
- Ein Tablet für Kinder soll mit 40 Prozent Rabatt beworben worden sein. Der Listenpreis soll 119,99 US-Dollar betragen haben und die 40 Prozent Rabatt wurden auf diesen Preis gegeben. Tatsächlich habe Amazon den Artikel innerhalb der letzten 90 Tage nie zu diesem Preis angeboten, sondern für Preise zwischen 50 und 80 US-Dollar verkauft. Damit zahlten die Kund:innen am Prime Day mit Rabatt also nahezu den üblichen Preis.
Die echten Preise, die zur Berechnung der prozentualen Prime Day Deals hätten herangezogen werden müssen, seien also oft viel niedriger ausgefallen oder hätten so nicht existiert, heißt es weiter. Damit fühlten sich die angegebenen Rabatte für Verbraucher:innen am Prime Day höher an und haben so deren Kaufentscheidung beeinflusst. Amazon weist darauf hin, dass die Listenpreise danach angezeigt werden, ob ein Produkt in den letzten 90 Tagen zu diesem Preis oder darüber gekauft wurde, die Kläger behaupten, dass diese Preise nicht dieser Regel entsprochen hätten.
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