Erst vor wenigen Tagen hatte Amazon angekündigt, unwichtige bzw. nicht relevante Variantendesigns aus den Produktvorlagen zu löschen. Viele Händlerinnen und Händler des Marktplatzes nahmen diese Meldung mit Bestürzung auf: Die betroffenen Designs seien zum Teil keineswegs veraltet, sondern stark genutzt, sodass Angebote massenweise überarbeitet werden müssten.
Auch weil die Designs bereits ab Anfang September gelöscht werden sollen, bliebe Sellern nicht annähernd genug Zeit für Anpassungen – gerade mit Blick auf laufende Weihnachtsvorbereitungen. Andere Anbieter befürchteten darüber hinaus Abstrafungen durch den Algorithmus, wenn Produkte neu angelegt werden müssten.
Scharfe Kritik an der breit angelegten Maßnahme übten nicht nur Unternehmen in Deutschland, sondern auch auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt – und sie zeigt nun offenbar Wirkung: Amazon hat sich nochmals zum Thema geäußert und die Maßnahme sichtlich eingeschränkt.
Amazon überarbeitet Liste der betroffenen Vorlagen
Konkret rückt Amazon vom ursprünglich geplanten Umfang der Maßnahme ab, sodass deutlich weniger Designs von der Löschung betroffen sind: „Wir haben die Liste überarbeitet und nur Variantendesigns entfernt, die in den letzten 12 Monaten nicht verkauft wurden. Außerdem entfernen wir für entsprechende Produkttypen keine Versionen wesentlicher Variantendesigns wie Größe, Farbe und Stil“, teilt das Unternehmen im deutschsprachigen Bereich von SellerCentral mit.
Zudem werden vorhandene Variantenfamilien „weiterhin normal ohne Einschränkungen verkauft“. Bei Bedarf können diese jederzeit aktualisiert werden. Wenn Seller Variantendesigns überarbeiten bzw. aktualisieren, bleiben die untergeordneten ASINs demnach aktiv.
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