Amazon launcht „Add to Delivery“ in Europa. Prime-Mitglieder in Deutschland und anderen Märkten können Bestellungen künftig ergänzen, bevor die Lieferung unterwegs ist. Die Funktion, die in den USA bereits verfügbar ist, soll im Laufe des Jahres in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich eingeführt werden. Das hat Amazon im Rahmen seiner Ankündigungen zur Robotik-Initiative in Europa bekannt gegeben.
So funktioniert „Add to Delivery“
Mit „Add to Delivery“ können Prime-Kund:innen Artikel per Klick zu einer bereits geplanten Lieferung hinzufügen – ohne erneuten Checkout und ohne zusätzliche Versandkosten. Voraussetzung ist, dass die betreffende Bestellung noch nicht versandt wurde und sich der Lieferzeitpunkt noch anpassen lässt.
Verfügbar ist die Funktion für ein breites Produktspektrum: von Alltagsgegenständen über Elektronik bis hin zu Kleidung. Artikel, die sich zu einer bestehenden Lieferung hinzufügen lassen, sind im Shop entsprechend gekennzeichnet.
Reaktion auf verändertes Einkaufsverhalten
Mit dem Feature reagiert Amazon nach eigenen Angaben auf ein zunehmend spontanes Kaufverhalten: Kunden bestellen demnach häufiger zeitversetzt und ergänzen ihre Einkäufe nachträglich, anstatt alles in einem Vorgang zu bündeln. „Add to Delivery“ soll diesen Prozess vereinfachen und die Zahl der Einzellieferungen reduzieren.
Für Händler:innen, die über Amazon verkaufen, ist die Funktion vor allem aus einer Perspektive relevant: Sie kann dazu führen, dass die Kundschaft häufiger zu bereits laufenden Bestellungen nachkauft – was sowohl die Conversion als auch die durchschnittliche Bestellgröße beeinflussen dürfte.
Artikelbild: https://www.depositphotos.com
Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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