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Amazon: Wie wirkt sich die neue Titelregel wirklich aus?

Veröffentlicht: 10.08.2026
imgAktualisierung: 10.08.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
10.08.2026
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ca. 3 Min.
Amazon-Seller-App
dennizn / Depositphotos.com
Amazon beantwortet offene Fragen zur Titelbegrenzung und erklärt, dass die Regel auch für eigene Angebote gilt.


Amazon hat im Juni 2026 eine Aktualisierung der Titelrichtlinien sowie die neue Funktion Artikel-Highlights angekündigt. Seitdem haben Händler:innen nach eigenen Angaben von Amazon mehr als 984 Millionen Produkttitel aktualisiert. In einem FAQ im Seller Central beantwortet Amazon nun einige der häufigsten Fragen zur Umstellung.

Was sich für Titel und Highlights ändert

Produkttitel sind künftig auf 75 Zeichen begrenzt, zusätzlich steht das neue, durchsuchbare Feld Artikel-Highlights mit bis zu 125 Zeichen zur Verfügung. Insgesamt bleiben Händler:innen damit weiterhin 200 Zeichen für wichtige Produktinformationen – aufgeteilt auf beide Felder. Amazon empfiehlt, den Markennamen im Artikelnamen zu belassen und weitere Details bei Bedarf auf beide Felder zu verteilen. Bei variierenden Attributen rät Amazon, die wichtigsten zuerst im Artikelnamen zu platzieren und erst bei Platzmangel in die Artikel-Highlights auszuweichen.

Die 75-Zeichen-Grenze inklusive Leerzeichen betrifft alle Verkäufer:innen auf den europäischen Marktplätzen – mit Ausnahme von Medienprodukten wie Büchern oder Musik. Amazon begründet den Schritt mit der wachsenden Bedeutung des mobilen Einkaufs, bei dem lange Titel häufig abgeschnitten werden.

Suche und Auffindbarkeit bleiben laut Amazon unverändert

Eine der häufigsten Sorgen unter Händler:innen betraf die Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der eigenen Angebote. Amazon gibt an, dass sowohl der Artikelname als auch die Artikel-Highlights als Eingaben für die Suche dienen und keines der beiden Felder gegenüber dem anderen bevorzugt wird.

Automatische KI-Änderungen

Wer seine Angebote nicht selbst anpasst, riskiert eine automatische Aktualisierung: Seit dem 27. Juli 2026 erstellt Amazon für nicht konforme Angebote KI-generierte Empfehlungen auf Basis der bestehenden Titel. Markeninhaber haben laut Amazon 14 Tage Zeit, diese Vorschläge unter „Angebotsänderungen überprüfen“ zu prüfen, zu ändern oder zu genehmigen. Bis dahin bleiben betroffene Angebote nach Unternehmensangaben aktiv, bearbeitbar und durchsuchbar. In den Kommentaren zum Amazon-Beitrag bestätigte ein Moderator zudem, dass bereits regelkonforme Titel unter 75 Zeichen von der KI nicht angefasst werden – ein Punkt, zu dem einige Händler:innen in der Vergangenheit Bedenken geäußert hatten, etwa im Hinblick auf fehleranfällige automatische Einstufungen.

Die neue Titelregel gilt nach Aussage eines Amazon-Moderators im Verkäuferforum ausdrücklich auch für Amazons eigene Angebote.

Darstellung auf Mobilgeräten und Desktop

Ab dem 10. August 2026 werden Artikel-Highlights einheitlich unter dem Artikelnamen angezeigt – sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten. Wie viele Zeichen davon tatsächlich sichtbar sind, hängt laut Amazon von der Bildschirmgröße und individuellen Anzeigeeinstellungen ab. Nach Beobachtungen aus der Branche fasst Amazon Titel und Highlights auf manchen Desktop-Listings bereits heute in einer gemeinsamen Zeile zusammen.

Sammelbearbeitung über den Kategorie-Angebotsbericht

Für die Bearbeitung im großen Stil verweist Amazon auf den Kategorie-Angebotsbericht, der bereits mit vorhandenen Produktinformationen vorausgefüllt ist. Das Feld Artikel-Highlights erscheint darin direkt neben dem Artikelnamen und lässt sich gemeinsam mit diesem in der Tabelle bearbeiten. Nach dem Hochladen über die Funktion „Artikel anbieten“ werden Angebote in der Regel innerhalb von acht Stunden aktualisiert.

Auch wenn Amazon betont, dass keine sofortige Handlungspflicht besteht, sollten insbesondere Bestseller und Angebote mit besonders langen Titeln überprüft werden. Wer Titel und Highlights selbst strukturiert, behält die Kontrolle darüber, welche Informationen im sichtbaren Bereich landen – statt sich auf automatisch generierte Vorschläge zu verlassen, die im Einzelfall angepasst werden müssen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 10.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 10.08.2026
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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