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Amazon-Ratenzahlung für Kunden gestartet – Händler profitieren von sofortiger Auszahlung

Veröffentlicht: 05.08.2025
imgAktualisierung: 05.08.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
05.08.2025
img 05.08.2025
ca. 1 Min.
Person sitzt mit Laptop auf dem Sofa, surft auf Amazon und hält eine Kreditkarte in der Hand.
AllaSerebrina / Depositphotos.com
Amazon bietet ein neues Programm zur flexiblen Kundenfinanzierung an, von dem auch Händler profitieren sollen.


Amazon hat kürzlich das Programm „Flexible Kundenfinanzierung“ eingeführt, das Kunden ermöglicht, zinsfreie Zahlungsoptionen zu nutzen. Über diese Initiative können Verbraucher Zahlungen für berechtigte Einkäufe ohne zusätzliche Gebühren auf mehrere Monate verteilen. Diese Option soll Verkäufern dabei helfen, ihren hochpreisigen Lagerbestand effektiver zu verkaufen. Die Gebühr, die Händlern dabei im Überblick angezeigt wird, fällt nur an, wenn ein Kunde sich für eine Ratenzahlung entscheidet und die Bestellung versendet wird.  

So funktioniert die flexible Kundenfinanzierung

Das Programm soll mehrere Vorteile bieten. Amazon berichtet, dass der Umsatz durch registrierte Produkte durchschnittlich um 30 Prozent gesteigert werden kann. Verkäufer erhalten die vollständige Zahlung sofort, auch wenn die Kunden in Raten zahlen. Zudem können Händler selbst auswählen, für welche ihrer Produkte sie eine Ratenzahlung anbieten möchten. Die Leistung der flexiblen Kundenfinanzierung kann in einem speziellen Dashboard verfolgt werden. Unterm Strich verspricht Amazon den Händlern also mehr Umsatz.

Interessierte Verkäufer können sich für das Programm anmelden, indem sie im Seller Central die Seitenleiste öffnen, zu „Preisgestaltung“ gehen und zunächst „Gebührenfreie Ratenzahlung aktivieren“ und anschließend „Für flexible Kundenfinanzierung anmelden“ auswählen. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 05.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 05.08.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Sigi
06.08.2025

Antworten

ein alter Hut, hier handelt es sich wohl um en "Finanzprodukt" der barclays bank. bin auch schon als amazon Kunde vor einem Jahr darüber gestolpert. es passiert dabei dem Käufer folgendes: - barclays richtet unaufgefordert Finanzierungsrahmenen ein, und zwar eine Summe - die den Preis von gekauften Artikel weit übersteigt. - diese übertriebene Summe wird an Schufa als Ratenkredit gemeldet, ohne Abbezahlungsplan - die Summe bleibt bei Schufa als Kredit hängen, selbst wenn geschuldeter Betrag abbezahlt ist, und sieht für andere Banken mindestens komisch aus. -es handelt sich dabei freundlicherweise um "maximal möglichen" Finazierungsrahmen, bei 0% Finazierung für 600 EUR Kühlschrank macht baclays mehrere tausend Kreditsumme und meldet mich - da ja maximale Summe - als hohes Risiko (!) auf dem Schufa Auszug, obwohl gleichzeitig alle andere Banken als geringes Risiko einstufen. nachdem ich das auf Schufa Auszug gesehen hatte, barclays angerufen und aufgefordert "Finazierungsrahmen" auf tatsächlichen Kreditbetrag zu reduzieren. schwups die wups meldet mich barclays bei dem nächsten Schufaauszug als geringes Risiko ein. der Mindestfinazierungsrahmen ist jedoch 500 EUR und bleibt bei Schufa als Ratenkredit ohne Abbezahlungsaussicht hängen, es sei denn ich kündige Finazierungsrahmen -barclays macht dabei monatlich Kreditwürdigkeitsabfragen bei Schufa, damit wird Schufa-Kontoauszug so richtig zugespammt - Auswirkungen auf Bonität ungewiss - Kommunikation via Telefon kaum möglich, nur über Umwege "Berater" für Rahmenreduzierung erreicht kann sich jeder ausmalen, was es bedeutet.
ralf
06.08.2025

Antworten

Dachte zuerst. Wow Amazon führt mal was positives gemacht. Aber da man Amazon ja kennt muss ja irgendwo das Häkchen sein. Ich war zuerst der Meinung, dass Amazon davon profiert, dass dadurch mehr Verkäufe und somit mehr Provision generiert wird. Aber das reicht ja natürlich nicht. Auch die Kosten die dadurch enstehen müssen weitergegeben werden. Also mehr Einnahmen in dem man auch finanziell schwächere zum Kauf animiert und um diese Mehreinnahmen noch mal zu vertärken wälzt man die Unkosten auch auf die Händler ab. Schlau: Man hat eine neue Geldeinnahmequelle ohne jegliche Kosten erschaffen. Aber für den Händler bededeutet das auch, dass er die Zinskosten auch in dem Produktpreis einklakulieren muss, damit er ja nicht drauflegt. Das wiederum bedeutet höhere Preise und auch wieder mehr Provision für Amazon. Für die Händler bedeutet es letzendlich: Mehr Umsatz, noch weniger Gewinn und für den Käufer bedeutet es zwar einen kostenlosen Kredit, aber dadurch einen höheren Preis. Wenn man es genau nimmt, bezahlt am Ende doch der Käufer die Zinsen, da im Produktpreis enthalten, genauso wie der "kostenlose" Versand.
Jens
06.08.2025

Antworten

hörte sich erstmal gut an, bis ich mir die Kontitionen angeschaut habe. Jeder der Insteressiert ist: BEACHTE! Der Händler bezahlt die Finanzierungsgebühr und das bis zu 18,4% des Warenwertes (inkl. Produktpreises, der Versandkosten, Geschenkverpackungsgebühren und Steuern)! Kurze Laufzeit 3, 4, 5, 6 1.95% Mittellange Laufzeit 10, 12 4.4% 15 Monate 15 6.39% 18 Monate 18 6.39% 20 Monate 20 7.64% 24 Monate 24 9.14% 30 Monate 30 11.41% 36 Monate 36 13.71% 48 Monate 48 18.4% Amazon ist aber nett - die Anmeldung ist kostenfrei und und erstattet bei Storo auch diese Gebühr - hui, danke.. In Summe hat der Kunde eine 0% Finanzierung, aber logischerweise muss jemand das ja bezahlen.. Nichts im Leben ist kostenlos..
Frank Pagenkemper
05.08.2025

Antworten

Na, da ist mir die Refinanzierung von amazon schon jetzt klar. Daher Augen auf, wann ihr als Verkäufer euer Geld von Amazon bekommt. Ist ja mitunter ein seltsames Spiel, wie Amazon auf dem Geld seiner Marktplatzverkäufer sitzt. Dann werden die wohl noch länger auf der Kohle anderer sitzen.