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Amazon und Philips klagen gemeinsam gegen Händler wegen Fälschungen

Veröffentlicht: 22.04.2026
imgAktualisierung: 22.04.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
22.04.2026
img 22.04.2026
ca. 2 Min.
Philips-Bürstenköpfe auf einem Tablet mit Amazon
Erstellt mit KI
Amazon will verstärkt gegen Plagiate vorgehen. Nun hat der Marktplatz gemeinsam mit Philips einen Händler verklagt.


Ein Amazon-Händler soll gefälschte Philips Sonicare-Zahnbürstenköpfe angeboten haben. Jetzt haben Amazon und Philips gemeinsam rechtliche Schritte gegen den Verkäufer eingeleitet und verlangen Schadensersatz und Unterlassung. Die beiden Unternehmen „halten diese Maßnahmen für notwendig, um rechtmäßige Verkäufer, Markeninhaber, Kundinnen und Kunden und den Amazon Store zu schützen“, heißt es in einer Mitteilung des Marktplatzes.

Zweifel an der Echtheit von Rechnungen

Der mutmaßliche Verstoß sei durch mehrere Testkäufe von Amazons Counterfeit Crimes Unit (CCU) in Zusammenarbeit mit Philips entdeckt worden. „Die gefälschten Zahnbürstenköpfe wiesen sichtbare Qualitätsmängel auf, bestanden aus minderwertigen Materialien und verfügten nicht über die innovative Technologie, die in echten Philips-Produkten enthalten ist“, erklärt Amazon. Damit seien sowohl die Funktionalität als auch die klinischen Ergebnisse und die Kompatibilität mit dem Originalprodukt beeinträchtigt.

Im Rahmen der Untersuchung habe es Auffälligkeiten bei Rechnungen gegeben, die Amazon zur Überprüfung der Produktechtheit vorgelegt worden waren. Die Zweifel an der Echtheit und Richtigkeit der Rechnungen hätten sich nach einer Überprüfung beim vermeintlichen Lieferanten bestätigt: Dieser konnte nach Angaben des Unternehmens die Rechnungen anhand der Rechnungsnummern in seinem System nicht verifizieren.

„Amazon verfolgt eine Null-Toleranz-Politik“

Amazon ergriff nach eigenen Angaben umgehend Maßnahmen gegen den Verkäufer: Sein Verkäuferkonto wurde gesperrt, nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte. Zudem wurden die entsprechenden Angebote von der Plattform entfernt und betroffene Kundinnen und Kunden von Amazon informiert. Ihnen sei der volle Kaufpreis vom Marktplatz erstattet worden, heißt es.

„Amazon verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gefälschten Produkten in unserem Store“, betont Kebharu Smith, Leiter von Amazons Counterfeit Crimes Unit. Damit sende das Unternehmen eine klare Botschaft, so Smith weiter: „Wenn jemand versucht, Fälschungen in unserem Store zu verkaufen, werden wir ihn finden, stoppen und mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln zur Rechenschaft ziehen, einschließlich Schadensersatzforderungen und strafrechtlicher Verfolgung.“

32.000 Akteure seit 2020 belangt

Die Amazon Counterfeit Crimes Unit wurde 2020 ins Leben gerufen. Seitdem habe sie nach eigenen Angaben mehr als 32.000 Akteure durch Klagen und strafrechtliche Anzeigen bei Strafverfolgungsbehörden in 14 Ländern verfolgt. In seinem Trustworthy Shopping Experience Report erklärt Amazon zudem, dass 2025 mehr als 100 Webseiten geschlossen wurden, die versucht hatten, gefälschte Bewertungen und Betrug bei Amazon zu ermöglichen. Gegen diese Webseiten war Amazon zuvor rechtlich vorgegangen.

Veröffentlicht: 22.04.2026
img Letzte Aktualisierung: 22.04.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
23.04.2026

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Gäbe es hier im Blog direkt einen "like-Button", dann hätte ich ihn jetzt geklickt. Amazon hat offenbar in der länderübergreifenden Strafverfolgung mehr durchgriffsmöglichkeit als unsere liebe EU - denkt mal darüber nach....