Amazon: Neue Gebühr für Produkte mit hoher Retourenrate kommt im Februar

Veröffentlicht: 17.12.2024
imgAktualisierung: 17.12.2024
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.12.2024
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Ein Amazon-Paket auf einem Tisch
Erstellt mit Dall-E
Der Online-Riese Amazon hat die Kosten für das kommende Jahr präsentiert. Ab Frühjahr gibt es bei FBA auch eine neue Gebühr.


Ab dem 1. Februar müssen sich Amazon-Händlerinnen und -Händler auf eine neue Gebühr einstellen, die Produkte mit hohen Rücksendungsraten betrifft. Die Einführung der Gebühr war eigentlich schon für Anfang Oktober 2024 vorgesehen, wurde allerdings konzernseitig verschoben.

Schwellenwerte je nach Kategorie

Was genau nun „hohe“ Retourenquoten sind, muss von Fall zu Fall betrachtet werden: Für verschiedene Kategorien fallen die entsprechenden Schwellenwerte bei den Retourenraten unterschiedlich hoch aus. Schuhe und Bekleidung sind von der neuen Bearbeitungsgebühr übrigens ausgeschlossen, heißt es dazu im SellerCentral.

Ein Blick auf die Schwellenwerte zeigt, dass die Unterschiede zwischen den Kategorien teils horrend sind. Blickt man etwa auf den deutschen Markt, liegt der Schwellenwert für die Rücksendungsrate bei Büchern bei 3,57 Prozent, bei Handmade-Produkten bei 3,70 Prozent, im Schmucksegment bei 6,90 Prozent und im Elektronikbereich bei 14,67 Prozent. 

Eine tabellarische Übersicht finden Händlerinnen und Händler im SellerCentral

Bemessungszeitraum liegt bei drei Kalendermonaten

Laut Amazon sei die neue Gebühr im hauseigenen Fulfillment-Bereich FBA notwendig, „um die Betriebskosten für Warenrücksendungen zu decken und Abfall zu reduzieren“. Sie gilt nur für Bestellungen in einigen Märkten, konkret in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sowie dem Vereinigten Königreich.

Wichtig zu wissen: Bei der individuellen Rücksendungsrate wird nicht nur jeweils ein einzelner Monat, sondern ein konkreter Monat sowie die beiden darauffolgenden Kalendermonate betrachtet. Zur Verdeutlichung nennt Amazon dieses Beispiel: „Für Einheiten, die im Februar 2025 versandt wurden, ist die Rücksendungsrate der Prozentsatz dieser Einheiten, die im Februar, März und April 2025 zurückgesendet wurden.“ Entsprechend wird die neue Bearbeitungsgebühr auch erst später in Rechnung gestellt – nämlich in dem Beispiel erst zwischen dem 7. und 15. Mai 2025.

Ausnahmen, Details zur Berechnung sowie weitere Informationen rund um die Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen stellt Amazon im SellerCentral zur Verfügung.

Veröffentlicht: 17.12.2024
img Letzte Aktualisierung: 17.12.2024
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Sjaak
22.12.2024

Antworten

Kunden mit einer hohen Retourenquote sollten die zusätzlichen Kosten tragen. Egal wie gut wir ein Produkt darstellen, viele Kunden kaufen, ohne sich die Bilder oder Bulletpoints genauer anzusehen. Oft erhalten wir Fragen wie: "Wie groß ist das Produkt?", obwohl die Maße im zweiten Bild deutlich angegeben sind und oft auch im Titel stehen. Daher wäre es sinnvoller, Kunden zu sensibilisieren, anstatt Händlern mit zusätzlichen Gebühren zu belasten, da auch diese letztlich an die Kunden weitergegeben werden.
cf
20.01.2025
Dann sollte es vielleicht eine neue EU-Verordnung geben, dass noch mehr "wichtige Informationen" direkt am Warenkorb-Button angezeigt werden müssen - dadurch lesen die Kunden sicher mehr und sind aufgeklärter und schicken auch nicht mehr so viel zurück - *Ironie aus*
K.I
21.12.2024

Antworten

Meinung: Einfach nur eine weitere Geldmacherei von Amazon! Der Kostenlose Rückversand muß abgeschafft werden. Dann würden die Shopper auch mal lesen, denken und nicht nur Bilder anschauen und Auswahl bestellen. Die Paketdienstleister wären entlastet. Die Umwelt würde davon profitieren usw usw...