Amazon: Milliarden Betrugsversuche auf dem Marktplatz – und das täglich

Veröffentlicht: 26.06.2025
imgAktualisierung: 26.06.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.06.2025
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Amazon auf Tablet, Frau scrollt durch Produkte
grinvalds / Depositphotos.com
Zahnbürsten, Druckertinte, Autoteile – Jeden Tag versuchen Betrüger, Millionen Amazon-Kunden mit gefälschten Produkten zu täuschen.


Betrugsversuche gibt es im Internet wie Sand am Meer – wahrscheinlich sogar noch mehr. Um nicht Gefahr zu laufen, Kriminellen ins Netz zu gehen, verlassen sich viele Käufer deswegen auf große und bekannte Online-Shops, wie Amazon. Aber Achtung, auch hier sind Verbraucher nicht vor Betrug geschützt. Laut einem aktuellen Bericht von Amazon gibt es auf dem Marktplatz Milliarden Betrugsversuche mit gefälschten Produkten – und das jeden Tag aufs neue.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fälschungen hochpreisige Luxusartikel oder kostengünstige Zahnbürsten sind – gefälscht wird fast alles.

Millionen-Investment gegen Produktfälschungen

Um gegen solche Fälschungen vorzugehen und die Kunden besser zu schützen, hat Amazon vor fünf Jahren mit der CCU (Counterfeit Crimes Unit) eine eigene Ermittlergruppe ins Leben gerufen, zu der mittlerweile mehrere tausend Mitarbeiter gehören und die jeden Tag aufs neue versuchen, den Produktfälschern auf die Spur zu kommen. „Unser Team ist weltweit aufgestellt, von Seattle bis Shanghai und überall dazwischen“, erklärt Kebharu Smith, Bereichsleiter bei der CCU, bei der Morgenpost. „Unser Auftrag ist, Produktfälscherringe zu zerstören – nicht nur die Verkäufer auf Amazon, sondern auch Hersteller und Vertrieb solcher Produkte.“ Dafür arbeitet Amazon außerdem mit internationalen Behörden wie Europol, der US Homeland Security und der US-Bundespolizei FBI zusammen.

Den Aufwand, um gegen die Betrüger vorzugehen, hat sich der Online-Riese alleine im letzten Jahr mehr als eine Milliarde Dollar kosten lassen. Dabei wird hauptsächlich in KI-Modelle investiert, die zum großen Teil im Hintergrund arbeiten. Und das mit Erfolg: Laut eigenen Angaben sollen rund 99 Prozent der Fälschungen erkannt werden, noch bevor sie auf dem Marktplatz landen. „Von dem Moment an, von dem Sie ein Amazon-Konto einrichten, gleicht unser System Ihre Daten ab“, so Smith. „Wir überprüfen, ob Sie die Person sind, für die Sie sich ausgeben. Wir überprüfen IP-Adressen und Bankdaten.“ Außerdem erkennt das System gefälschte Logos und Marken. Insgesamt soll es Milliarden Täuschungsversuche am Tag geben.

180 Millionen Dollar Entschädigungen

Bislang ist die Arbeit der Counterfeit Crimes Unit von Erfolg gekrönt. Nicht nur konnten alleine im vergangenen Jahr 15 Millionen gefälschte Produkte identifiziert werden, noch bevor sie die Kunden erreichten. Es wurden außerdem 60 Razzien durchgeführt, 100 Kriminelle gefasst und verurteilt und Entschädigungen von mehr als 180 Millionen Dollar in den vergangenen fünf Jahren erzielt.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 26.06.2025
img Letzte Aktualisierung: 26.06.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Redaktion

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Be.Werter
27.06.2025

Antworten

Was soll mit diesem Artikel erreicht werden? Amazon in den Himmel loben, obwohl sie dieses Problem definitiv nicht im Griff haben? Woher will AMAZON denn wissen, was ein Händler versendet, der sich einfach an ein Angebot angehängt hat? Theoretisch müsste jemand in unserem Unternehmen regelmäßig sämtliche Angebote prüfen, um mal eine Zahl zu nennen - über 12000, was personell und technisch überhaupt nicht möglich ist. Und meldet man entsprechende Fälle, passiert meist überhaupt nichts. Wenn sich ein Händler an ein Angebot anhängen will, dann müsste dieser zuerst in Richtung Amazon nachweisen müssen, dass dieser Händler diesen "Markenartikel" auch rechtmäßig erworben hat. So lange so ein Weg nicht existiert, wird das treiben skrupelloser Händler weiter gehen. Allerdings läuft das vermutlich auch ins Leere, denn dann wird für den Anfang irgend etwas vorgelegt und später trotzdem andere Artikel versendet. Ein Händler mit eingetragener Marke müsste weitergehende Rechte an seinem Artikel von Amazon erhalten. Und jemand der sich an einen Allerwelts-Artikel anhängt müsste wie gesagt nachweisen, dass er definitiv Originalware veräußert. Übrigens durch Testkäufe belegt. Da kommt dann irgend ein Artikel vom "Trittbrettfahrer" unverpackt im Paket, der dem Original, also dem Produktbild, ähnlich ist, aber trotzdem nicht das Original ist. Das Problem wird sich auch mit der chaotischen Amazon "KI" nicht lösen lassen.
Ma.Grille
28.06.2025
Ich stimme Be.Werter zwar zu aber ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Amazon überprüft bereits Händler und will nachweise zum Einkauf der Ware. Das Problem ist nur die Rechnung darf nicht älter wie 180 Tage sein! So werden rechtschaffende Händler wie ich gekillt, Produkte gesperrt nur weil ich diese im Vorjahr eingekauft habe. Völlig daneben. Selbst mit dem Nachweis des Herstellers wird man ignoriert, naja ist halt eine KI. Daher glaube ich diesen Artikel auch absolut gar nicht. Denn ich sehe ja was bei den Prüfungen raus kommt. Artikel gesperrt - fertig! Und die KI arbeiten hier absolut nicht zuverlässig!