Amazon: Lebensmittel jetzt auch ohne Prime-Mitgliedschaft

Veröffentlicht: 25.02.2025
imgAktualisierung: 25.02.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
25.02.2025
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ca. 2 Min.
Weibliche Person bestellt Lebensmittel am Smartphone.
HayDmitriy / Depositphotos.com
Um sein Lebensmittelangebot attraktiver zu machen, erlaubt Amazon jetzt auch Kund:innen ohne Prime die Bestellung.


Eine Kategorie, die für Amazon nie so wirklich zu laufen schien, sind Lebensmittel. Nach einigen erfolglosen Jahren stampfte das Unternehmen hierzulande seinen eigenen Lieferdienst Fresh endgültig ein. Besser scheint es dagegen mit Kooperationen zu laufen. Die Ende letzten Jahres gestartete Zusammenarbeit mit Knuspr wurde zuletzt bereits regional ausgeweitet. Ab sofort steht sie zudem auch Kund:innen ohne Prime-Mitgliedschaft zur Verfügung.

Hier liefern Amazon und Knuspr

Die Ende 2024 gestartete Partnerschaft beider Unternehmen betraf zunächst nur den Großraum Berlin. Aus einem eigenen Logistikzentrum in Schönefeld belieferte Knuspr Prime-Kund:innen mit einem umfassenden Sortiment aus Frischwaren, Obst, Gemüse und vielem mehr.

Später kamen die Rhein-Main-Region sowie der Großraum München hinzu. Auch diese bedient Knuspr aus eigenen Logistikzentren. Alle drei Standorte bestanden bereits vor der Kooperation mit Amazon. Einzig Augsburg und Friedberg gehören derzeit noch zum Lieferraum Knusprs, welcher aber noch nicht über Amazon bedient wird. 

Gleiche Kosten für alle

Zum Start lockt Amazon Kund:innen ohne Prime-Mitgliedschaft direkt mit einem Angebot: So erhalten alle, die zum ersten Mal über Amazon bei Knuspr bestellen, die erste Lieferung kostenlos. Danach gelten die gleichen Gebühren wie für Prime-Kund:innen: Diese variieren je nach Bestellhöhe und Lieferzeit zwischen 0,90 und 4,90 Euro. Der Mindestbestellwert beträgt 39 Euro und ab einem Bestellwert von 79 Euro erfolgt die Auslieferung generell ohne Aufpreis.

Auch die parallel laufende Zusammenarbeit mit der Supermarktkette Tegut soll künftig für alle Kund:innen geöffnet werden. Hier erhalten Neubesteller:innen einen Rabatt von zwei mal zehn Euro auf Bestellungen ab 90 Euro. Tegut liefert im Einzugsgebiet rund um Frankfurt und Würzburg.

Kooperationspartner statt Eigenprojekt

Zwischen 2017 und 2024 versuchte Amazon, mit dem Dienst Amazon Fresh in Deutschland Fuß zu fassen. Zunächst war eine Zusammenarbeit mit Lieferpartnern wie der DHL geplant, die sich jedoch nicht im Bereich der Kühlware sahen. Da jedoch auch Amazon auf designierte Kühlfahrzeuge verzichtete, blieben Lieferraum und damit Kundenstamm verhältnismäßig klein.

Dass das Thema Kühlkette beim Ende von Amazon Fresh eine wesentliche Rolle spielte, wird auch dadurch deutlich, dass das Unternehmen weiterhin haltbare und trockene Lebensmittel, teilweise sogar in Eigenmarke, handelt. Alles, was eine Kühlung benötigt, wird mittlerweile jedoch an die beiden Ketten Tegut und Knuspr ausgelagert.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 25.02.2025
img Letzte Aktualisierung: 25.02.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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