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Amazon-Händler kämpfen mit gelöschten Angeboten

Veröffentlicht: 19.11.2024
imgAktualisierung: 21.11.2024
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.11.2024
img 21.11.2024
ca. 2 Min.
Logo des Online-Anbieters Amazon mit Schemen von Menschen
alexeynovikov / Depositphotos.com
Bei Amazon mussten Händlerinnen und Händler jüngst mit Problemen kämpfen – dabei kam es zur Löschung von Angeboten.


Hinter den Kulissen von Amazon gab es in den vergangenen Tagen offenbar einige Probleme. Ein Händlerbund-Mitglied berichtete über seine kürzlichen Erfahrungen mit einer Überarbeitung seiner Marktplatz-Angebote: Über ein Partial Update wollte er seine hinterlegten Informationen aktualisieren. Dabei griff er auf ein Flat File zurück. Dieses Dateiformat wird auf Amazons Marktplatz verwendet, um etwa größere Mengen Produktinformationen hochzuladen und anzupassen.

Nach diesem partiellen Update stellte der Händler allerdings fest, dass einige SKUs („Stock Keeping Unit“) aus seinem Lagerbestand verschwunden waren und durch das System gelöscht wurden. Auch sei ihm danach aufgefallen, dass die Nutzung von Flat Files ungewöhnlich viel Zeit, konkret etwa drei bis vier Stunden, in Anspruch nahmen.

Amazon-Support spricht von vielen Betroffenen

Nach der systemseitigen Löschung der SKUs wandte er sich an das Support-Team von Amazon. Dieses habe ihm daraufhin bestätigt, dass von dem Problem zahlreiche Händlerinnen und Händler auf dem Online-Marktplatz betroffen seien. Die technische Abteilung sei bereits informiert worden und arbeite an einer schnellen Lösung, so die Auskunft.

Später habe ihn das Support-Team darüber informiert, dass der Fehler auf ein technisches Problem zurückzuführen war, das man mittlerweile beheben konnte. Betroffene Seller könnten nun weitere Uploads vornehmen, ohne Gefahr zu laufen, dass SKUs aus dem Lagerbestand gelöscht werden.

Relisting muss selbstständig ausgeführt werden

Aus den Reihen des Support-Teams habe der Seller außerdem erfahren, dass Amazons Technik-Abteilung leider nicht in der Lage war, die Informationen der gelöschten Angebote zu rekonstruieren. Betroffene Marktplatz-Händlerinnen und -Händler seien daher dazu aufgerufen, selbstständig ein Relisting durchzuführen, also jene Angebote erneut dem eigenen Lagerbestand hinzuzufügen, die zuvor im Rahmen des Fehlers durch das System gelöscht wurden.

Aus Unternehmenskreisen war darüber hinaus zu erfahren, dass Amazon die betroffenen Marktplatzpartner nach dem Problem proaktiv kontaktiert und ihnen eine Anleitung zur Verfügung gestellt habe, um ein reibungsfreies Relistung zu gewährleisten.

Wir haben Amazon zum Thema angefragt und werden entsprechende Rückmeldungen ergänzen, wenn diese vorliegen.

Update vom 21.11.2024: Amazon entschuldigt sich für Probleme

Amazon hat sich inzwischen auch zu den Marktplatz-Problemen geäußert. Auf Anfrage kommentierte eine Unternehmenssprecherin: „Wir arbeiten jeden Tag intensiv daran, eine positive Verkaufsumgebung zu schaffen. Es tut uns leid, dass bei einigen Verkaufspartnern bei der Aktualisierung von Angeboten vorübergehend Probleme aufgetreten sind. Dies wurde schnell behoben. Wenn Verkaufspartner Bedenken haben, bitten wir sie, sich an unseren Verkäufersupport zu wenden.“

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Beitrag nach Veröffentlichung um Hinweise aus Unternehmenskreisen und ein Statement von Amazon ergänzt.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 19.11.2024
img Letzte Aktualisierung: 21.11.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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K.I
20.11.2024

Antworten

Meinung: Typisch Amazon. Und die Fachabteilungen leiten derzeit von einer Fachabteilung zur nächsten weiter. Über Monate hinweg keine Lösungen für Probleme die ausschließlich durch Amazon selbst verursacht wurden! Nur noch Chaos !!! Der Händler ist wieder der Verlierer! Ist aber Amazon egal - die haben genug Händler und Geld!
Robert
20.11.2024

Antworten

Es ist schwer nachzuvollziehen, dass Lagerbestände und andere wichtige Daten immer noch mithilfe bunter Excel-Listen im großen Stil im Amazon-Universum verwaltet werden. Der Anblick dieser Amazon Flat Files mit ihren unübersichtlichen Beschreibungen und chaotischen Formatierungen ist regelrecht abschreckend – ein typisches Relikt aus der Excel-Welt. Anschließend muss diese Kunterbunt-Datei noch in eine Tab-Stopp getrennte TXT-Datei umgewandelt werden. Für Laien eine viel zu hohe Fehleranfälligkeit meiner Erfahrung nach. Besonders enttäuschend ist, dass Amazon bis heute keine benutzerfreundlichere Lösung eingeführt hat. Diverse Datenbank-Anwendungen zeigen wie es effizienter geht. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, sich als Händler abzusichern: die regelmäßige Nutzung der sogenannten Reverse Feed Datei. Mit dieser Datei können Fehler behoben und Datenbestände als Backup gesichert werden. Allerdings ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert und muss über den Amazon-Support aktiviert werden – in der Regel für einen Zeitraum von 365 Tagen (Hier meine Empfehlung: Einfach einen Satz schreiben wie z.B. "Bitte um Freischaltung des Reverse Feed, vielen Dank" - Bitte nicht mehr formulieren, der Support ist sonst überfordert). Die Reverse Feed Datei ist zudem unverzichtbar, wenn beispielsweise das Herkunftsland eines Artikels nachträglich eingetragen werden muss. Ich kann jedem Amazon-Händler nur empfehlen, sich diese Reverse-Feed-Funktion freischalten zu lassen. Die Datei kann im Sellercentral unter --Berichte – Lagerbestandsberichte über den Bericht "Angebote nach Kategorie"-- erstellt werden (warum dieser Bericht so kryptisch benannt wurde, bleibt ebenfalls ein Rätsel). Je nach Anzahl der Artikel kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Datei bereitsteht – aber der Aufwand lohnt sich.