Amazon unter Druck: Lieferanten sollen Preise senken, um Zölle abzufangen

Veröffentlicht: 30.04.2025
imgAktualisierung: 30.04.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
30.04.2025
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Amazon Logo
Skorzewiak / Depositphotos.com
Als Reaktion auf die hohen Zölle übt Amazon offenbar Druck auf Zulieferer aus, die Preise zu senken – um die eigenen Margen zu halten.


Die Zölle, mit denen Donald Trump die Wirtschaft überzieht, bringen auch Amazon in die Bredouille. Um seine Gewinnmargen aufrechtzuerhalten, greift der US-Konzern offenbar zu rabiaten Mitteln. Amazon übe Druck auf Zulieferer aus, die Preise zu senken, wie die Financial Times enthüllt hat (via Business Insider). Konkret stünden demnach drei Beraterfirmen von Marken und Lieferanten in Verhandlungen mit Amazon.

Der Konzern fordere Preisnachlässe im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, etwa auf Haushaltsartikel und Unterhaltungselektronik. Noch höher seien die Forderungen gegen chinesische Lieferanten, weil die Zölle auf chinesische Waren besonders hoch sind. Bei Importwaren, die nicht aus China kommen, sei Amazon weniger rigoros – der Preisdruck ist hier deutlich geringer.

Preise werden steigen

Mit dem Vorgehen versucht Amazon, das Preisniveau auf dem Marktplatz halbwegs stabil zu halten. Ob das dauerhaft funktioniert, wenn Trump seine Zollpolitik weiter durchzieht, ist fraglich. Amazon-Chef Andy Jassy prognostizierte bereits vor einigen Wochen, dass die Preise im Sommer wahrscheinlich steigen werden. Akut betroffen ist bereits Amazons Temu-Konkurrent Haul, der eigentlich mit Billigwaren gegen die chinesische Konkurrenz bestehen soll, aber schon jetzt in der Breite teurer geworden ist.

Wie sich die Preise konkret entwickeln werden, ist derzeit vollkommen offen. Den Plan, die jeweiligen Zölle für die Kundschaft transparent bereits beim Kauf anzuzeigen, hat Amazon nach scharfer Kritik aus dem Weißen Haus begraben, bevor er überhaupt in die Tat umgesetzt werden konnte. Klar ist bereits jetzt: Beim kommenden Amazon Prime Day dürfte die Schnäppchen-Auswahl zumindest für US-Kund:innen deutlich kleiner ausfallen. Als Reaktion auf die US-Politik haben viele Marktplatz-Händler:innen bereits angekündigt, sich vom Rabatt-Event zurückzuziehen.

Veröffentlicht: 30.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 30.04.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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K.I
02.05.2025

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Meinung: Jetzt ist es amtlich: das korrupte Amazon Regime erpresst jetzt Lieferanten nachdem der tolle Jeff Bezos selbst Millionen Dollar an seinen Freund Trump gespendet hat!!!??? Weder mit Trump noch mit Amazon sollte sich ein Unternehmen auf Preisverhandlungen einlassen! Amazon zeigt wieder einmal sein wahres Gesicht und agiert 1:1 wie die gesamte Trump Administration 2025! Amazon raus aus der EU - Je schneller desto besser! Dann bekommen ehrliche europäische Unternehmen die Möglichkeit mit dem Onlinehandel in der EU Geld zu verdienen! Wenn die AFD jetzt als eine Rechtsextremistische Partei eingestuft wurde stellt sich doch zu recht die Frage wie die EU jetzt Trump und seine Gönner, Anhänger und Parteifreunde einstuft!?