Vorsicht, Betrugsmasche! Amazon-Nutzer sollen das Passwort zurücksetzen

Veröffentlicht: 22.04.2024
imgAktualisierung: 22.04.2024
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
22.04.2024
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ca. 3 Min.
Passwort-Eingabefeld
jamdesign / Depositphotos.com
Wer aktuell von Amazon dazu aufgefordert wird, das eigene Passwort zurückzusetzen, sollte ganz genau hinschauen. Es könnte sich um eine Phishing-Mail handeln.


Die Verbraucherzentrale warnt vor einem neuen Phishing-Versuch bei Amazon-Konten.

Amazon-Nutzer:innen sollten ihre Benachrichtigungen von Amazon aktuell wieder besonders genau prüfen. So ist aktuell eine E-Mail im Umlauf, die Nutzer:innen des Online-Handelsportals dazu auffordert, ihre „Amazon-Kontosicherheit“ zu überprüfen. Dahinter steckt jedoch eine Betrugsmasche, meldet die Verbraucherzentrale.  

„Ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten“ festgestellt

In der Angelegenheit wird ahnungslosen Amazon-Kund:innen ein akuter Handlungsbedarf eingeredet – wie es für viele Phishing-Maschen üblich ist. Wer will schon, dass das eigene Amazon-Konto, in dem in der Regel auch Zahlungsinformationen und persönliche Daten hinterlegt sind, womöglich durch Dritte gefährdet ist? Und so heißt es in der vermeintlichen Amazon-Benachrichtigung, dass man „ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten“ in dem Benutzerkonto festgestellt wurden. Um nun die Sicherheit des Kontos gewährleisten zu können, wird man gebeten, das vorhandene Passwort zurückzusetzen.

Es folgt eine Drei-Schritte-Anleitung, um dies zu tun: In einem ersten Schritt soll eine Schaltfläche in der E-Mail mit der Aufschrift „Anmelden und Code anfordern“ betätigt werden, dadurch würde ein Code angefordert, mit dem man das Passwort zurücksetzen könne und anschließend soll man den Anweisungen folgen, „um den Vorgang zur Passwortzurücksetzung abzuschließen“. Ebenfalls besonders heimtückisch: In einem kleingedruckten Nachsatz wird so getan, als habe man selbst die Kontrolle über die Aktion. Dort steht: „Sollten Sie diese Aktion nicht selbst durchgeführt haben oder weitere Unterstützung benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren“ – und es ist eine Kontaktmöglichkeit verlinkt.

Keinesfalls sollte man die Schaltfläche bedienen oder das Kontaktformular nutzen, warnt die Verbraucherschutzorganisation in ihrem Phishing-Radar.

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Daran erkennt man die Phishing-Mail

Die betrügerische Nachricht ist an mehreren Merkmalen als Phishing-Versuch erkennbar, teilt die Verbraucherzentrale weiter mit: 

  • Nutzer:innen sollen dringend handeln unter dem Vorwand „ungewöhnlicher“ Aktivitäten
  • das Layout wirkt unseriös
  • unterschiedliche Schriftarten und -größen
  • unpersönliche Anrede („Liebe Kundin, lieber Kunde“)
  • fehlerhafte Absenderadresse

Die E-Mail stammt nicht von Amazon und sollte unbeantwortet in den Spam-Ordner verschoben werden. 

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 22.04.2024
img Letzte Aktualisierung: 22.04.2024
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Christa
05.11.2025

Antworten

ich habe keine email erhalten, aber eine SMS, in der mir ein Code mitgeteilt wurde. Ich hätte die Möglichkeit diesem zu widersprechen, was ich leider getan habe. Nun kann ich nicht mehr an mein Konto. sondern müsst auf der Amazon-Seite tatsächlich das Passwort zurücksetzen. Soll ich das nun tun?
Murat
30.01.2025

Antworten

Danke für Aufklärung. Zudem Thema steht echt wenig im Internet. Diese E-Mail ist schon sehr professionell von denen und heimtückisch. Hier hätte man schon reinfallen können. Aber zum Glück wurde hier es sehr gut aufgeklärt. Danke.
Sandner
15.01.2025

Antworten

Vielen Dank für den Artikel. Wir haben so eine Betrugsgmail erhalten haben kurz gegoogelt und Zack sind auf diesen Artikel gestoßen. E-Mail gelöscht Glück gehabt